Vive la France

Beitrag vom 15.04.2010

Voll bepackt geht unsere grosse Reise am 10. April endlich los.

 

Bei einem kurzen Zwischenstop beim Campingprofi in Dietikon kaufen wir noch die letzten Utensilien, bevor es auf die Autobahn Richtung Genf geht. Am ersten Tag wollen wir mindestens Frankreich erreichen und wir schaffen es bis nach Valence. Den “Camping l’Epervière” kennen wir schon von einer früheren Durchreise, da dieser nahe an der Autobahn liegt. Anstatt wieder im Ibis einzukehren, dem einzigen Restaurant, das zu Fuss zu erreichen ist, fahren wir mit dem Roller in die Innenstadt. Zugegeben, das Cordonbleu sieht im Schäfli in Neuheim etwas anders aus, aber geschmeckt hat es trotzdem. Ausserdem kaufen wir in einer Bäckerei noch “un suisse”, ein Buttergebäck mit Orangengeschmack, das an einen Angehörigen der Schweizergarde erinnern soll.

  

Am nächsten Morgen nehme ich das erste Mal die Nespresso Maschine in Betrieb, da fühlt man sich doch gleich zu Hause 8-)

 

Weiter geht die Fahrt nach Montelimar, wo man unbedingt kurz anhalten und Nougat kaufen sollte. Wir besichtigen ein Süssikeiten-Museum direkt an der Einfahrt zur Stadt mit dem grössten Nougat der Welt (1200 kg) und beim Shoppen in der Boutique schlagen wir kräftig zu. Obwohl Sonja meint, dass wir noch genügend Osterhasen etc. “dihei” hätten. Gemeint ist mit dem Zuhause das Raget.li. Wie schnell wir uns doch doch ans Reisen gewöht haben…

  

Beim nächsten Stopp in Orange besichtigen wir das Théâtre Antique aus der Zeit der Römer, das bis auf das Dach praktisch vollständig erhalten ist. Im Eintritt von 8€ ist ein sehr informativer Audioguide enthalten.

  

Beim Tanken ist uns dann auch noch aufgefallen, dass die Franzosen keine Ahnung von Raclette haben ;-)

 

Danach geht es auf den “Camping Bagatelle” in Avignon. Die berühmte Brücke sehen wir uns aus der Ferne an, keine Ahnung wieso man dafür Eintritt zahlen soll. Für die Besichtigung des Palais des Papes sind wir zu spät, die Kathedrale und die Jardins des Domes sind jedoch auch sehr eindrucksvoll. Anschliessend schlendern wir gemütlich durch das Städtchen und essen ganz französisch ein Ménu mit einem herrlichen Mousse au Chocolat als Dessert.

    

Unser dritter Reisetag ist richtig verregnet. In Arles besichtigten wir das römische Amphitheater “Les Arènes”. Das Strassenfest “Feria Pascale” haben wir um eine Woche verpasst, dann finden Stierkämpfe in der Arena statt, weshalb ganzjährig ein Metallgerüst als Tribüne in der Arena aufgebaut ist. Die 8€ Eintritt lassen sich damit rechtfertigen, dass das Amphitheater fleissig renoviert und wiederaufgebaut wird.

  

Anschliessend wollen wir das römische Aquädukt “Pont du Gard” in der Umgebung von Nîmes besichtigen, jedoch sind auf beiden Uferseiten schon 15€ fürs Parking fällig, Touri-Abzocke Nein-Danke und tschüss. Also fahren wir Nähe Montpellier direkt ans Meer und dann der Küstenstrasse entlang Richtung Cap d’Adge, wo wir auf einem Luxus-Camping (Yelloh! Village Les Mediterranées – Nouvelle Floride) Halt machen. Jeder Volg kann gegen den Camping-Shop einpacken ;-) Mit der ADAC Camp Card kann man in der Nebensaison auf vielen Plätzen für 13 bis 17€ inkl. Strom stehen, der Platz kostet im Sommer ca. 50€ pro Nacht :-o Am Abend kochen wir das erste Mal im Bus und die Hartzer gönnen sich eine 1.5l PET-Flasche Wein für 2€ :-) (die übrigens auch noch für die nächsten Tage reicht, nur dass hier kein falscher Eindruck entsteht).

 

Wenn die Sonne am Tag rauskommt, ist es schon angenehm warm und der Frühling ist schon weiter als in der Schweiz. In der Nacht wird es aber noch ziemlich kalt. Aufstehen bei 10° sieht bei Madame dann so aus ;-)

 

Auf dem Tagesprogramm steht die Besichtigung der Altstadt von Carcassonne. Diese diente den unterschiedlichsten Völkern über die Jahrhunderte als Festung. Von aussen sehen die ganzen Türme sehr eindrücklich aus und auch der doppelte Mauerring ist bestens erhalten. Innen ist halt alles voll auf Tourismus gemacht, obwohl viele Restaurants auch einen gemütlichen Innenhof haben. Allerdings möchten wir nicht wissen, was hier in der Hochsaison abgeht.

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Am Abend geht es wieder auf einen Camping der gehobenen Klasse, man muss die Nebensaison schliesslich ausnutzen. Auf dem “Camping La Nautique” in Narbonne hat jeder Platz private Sanitäranlagen in einem kleinen Häuschen direkt am Platz wozu man seinen eigenen Schlüssel erhält. So etwas haben wir definitiv noch nie gesehen. Ansonsten ist der Camping recht steril und auf Wohnwagengespanne ausgelegt. Wir versuchen vergeblich den Alterschnitt zwischen den ganzen Deutschen, Holländischen und Französischen Pensionären zu senken…

 

An unserem fünten Reisetag fahren wir ins “Réserve Africaine de Sigean”, unter anderem weil wir auf dem letzen Camping einen Gratis-Eintritt geschenkt bekommen haben (Wert 26€). Das ist eine Art Zoo in zwei Teilen. Zum einen gibt es einen herkömmlichen Rundgang zu Fuss, wo vorallem auch viele (heimische) Vögel besichtigt werden können, zum anderen einen ca. 7km langen Parcours, der mit dem eigenen Fahrzeug zurückgelegt werden kann. Also eine Safari für Europärer, 100% Touri-style. Dabei fährt man durch verschiedene riesige Gehege hautnah an Straussen, Bären, Löwen etc. vorbei.

    

Zur Zeit findet gerade das Festival “Mondial du Vent” in Leucate/La Franqui statt. Als Kiter müssen wir das unbedingt gesehen haben und fahren auf den Camping Municipal “Les Coussoules”, auf dem wir schon zweimal waren. Der Camping bietet zwar keinen grossen Luxus, hat aber schön bewachsene Plätze. Hier wollen wir ein paar Tage relaxen und die Eindrücke der letzten Tag sacken lassen. Es gibt doch einiges in Südfrankreich zu sehen, was wir auf der Durchreise bis jetzt immer links liegen gelassen haben.

   

Und immer daran denken:

 


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