Barcelona & Costa Daurada

Beitrag vom 04.05.2010

Der Shuttle bringt uns also nach Barcelona City. Der Kulturshock nach der ruhigen Zeit könnte kaum grösser sein, wenn man am Placa Catalunya aussteigt. Menschenmassen und buntes Treiben wo man hinschaut. Wir schauen uns zwei Tage die Stadt mit all den bekannten Sehenswürdigkeiten an: Ramblas, Parc Güell, die Altstadt mit der Kathedrale (Tapas @ Bilbao Berria), der Markt (mmmh frischer Fruchtsaft), Sagrada Familia, Montjuic mit dem olympischen Stadion etc. Wir wollen das hier nicht breit treten, Barcelona muss man einfach selbst gesehen haben. Die Stadt ist so lebendig und sicher das Shopping-Paradies für jede Frau, die nicht noch ein halbes Jahr mit dem Bus unterwegs ist… ;-) Übrigens spielt am ersten Abend Barca vs. Inter und wir stolpern durch das italienische Fan-Camp … die Jungs machen Halligalli :-o Die Tickets sind uns dann aber doch ein bisschen zu teuer.

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… und immer daran denken, schön mitschreiben!

 

Am Freitag fahren wir zum Kloster Montserrat. Eigentlich wollten wir mit der Zahnradbahn hochfahren, die schliesslich swiss made ist (Stadler Rail). Bei einem Preis von 15€ p.P. entschliessen wir uns, unser Raget.li den Berg hochzujagen. Oben herrscht zwar Chaos, aber der Parkplatz kostet uns gerade mal 5€. Soviel zum Thema Logik: Statt anständige Preise für die Bahn zu machen, fahren ganze Reisebusse den Berg hoch, naja!

  

Das Timing ist auf jeden Fall perfekt und wir sind pünktlich um 13.00h zum Auftritt des Knabenchors dort. Was da allerdings abgeht kann man sich nicht vorstellen. Das Kloster ist vollgestopft mit Leuten, die sich in jeder Hinsicht respektlos benehmen (und wir sind ja selbst nicht gerade gläubig): es wird getuschelt, fotografiert, geklatscht, umhergegangen etc. … ganz übel! Wir essen noch ein Sandwich (nicht alles was nach Aufschnitt aussieht muss auch so schmecken…) und geniessen die Aussicht, bevor wir weiter nach Sitges auf den “Camping El Garrafer” fahren.

Am Abend fahren wir mit dem Roller nach Gay-City (Sitges), um ein Glacé zu essen. Riesen Auswahl: Sonja entscheidet sich für “After Eight”, mmmh! Anschliessend schlendern wir durch die Altstadt, die richtig lebendig und doch nicht allzu touristisch ist, auch die Promenade nördlich der Kirche ist sehr hübsch. Ein Westfalia T4 hat sogar an der Promenade zum Strand sein Klappdach aufgestellt, frech… ;-)

 

Am Samstag sind wir zeitig um 10.00h losgefahren. Unser erster kurzer Stopp ist in Tarragona, wo wir uns die Kathedrale (von aussen) anschauen. Lange suchen wir dazu einen Parkplatz und durch Zufall finden wir direkt neben der Altstadt einen. Ein paar Kilometer weiter ist ein gut erhaltenes Aquädukt, gratis Parkplätze und kein Eintritt, geht doch :-) Das war es dann mit dem Glück: Unser geplanter Bootsauflug im Ebro-Delta fällt sprichwörtlich ins Wasser, es regnet. Das Delta Gebiet ist übrigens das grösste Feuchtgebiet der spanischen Mittelmeerküste. Hier wird Reis geplanzt, momentan ist alles noch braun und bewässert, aber im Sommer soll es richtig grün werden.

 

Als wir mit der originellen (Zitat Reiseführer) Fähre über den Fluss wollen, ist bei einer Fähre kein Mensch da (Siesta?) und der andere Besitzer hat ein riesiges Partyzelt auf seine Fähre gestellt -> wir sind zu hoch :-( Originell sind die Fähren in der Tat, mehr wie fünf Autos haben sicher nicht Platz. So fahren wir den Umweg bis zur nächsten Brücke und dann wieder Richtung Meer, wo eine riesige Landzunge einen Teil davon abschirmt, ein optimaler Kitespot also. Das letzte Stück fahren wir über eine Sandpiste, getrauen uns aber nicht weiter wie zu den Parkplätzen, da es immer noch regnet und wir nicht irgendwo stecken bleiben wollen. Wir stellen uns etwas abseits hin und entschliessen und trotz Verbotsschiler (aber das interessiert in der Nebensaison kein Mensch) die erste Nacht wild zu campen.

http://www.raget.li/wp-content/uploads/2010/05/E_Trabucador.gpx

Der Sternenhimmel ist fantastisch, da hier fast kein Licht ist und natürlich auch die Stimmung am Abend sowie der Sonnenaufgang :-)

  

Am Sonntag geniessen wir den Strand. Zum Kiten reicht der Wind leider wieder einmal knapp nicht. Mit der Hilfe von Sonja montiere ich an meinem 15er Speed 2 (Kite) eine fünfte Leine, mal schauen ob das Biest so besser zu bändigen ist. Der weite und leere Strand ist optimal für diese Arbeit, obwohl die Spanier nach und nach auch für einen Sonntagsausflug aufschlagen. Am Nachmittag fahren wir weiter bis Valencia. Unterwegs gibt es gemäss Reiseführer nicht allzuviel zu sehen, die Gegend ist geprägt vom Pauschaltourismus. In Valencia suchen wir einen günstigen Camping: Die Sache scheint uns ziemlich abgekartet und nach dem dritten Versuch und bei einem Preis von 21€ geben wir auf (Schmerzgrenze in der Nebensaison ist für uns 20€, es geht ja auch ums Prinzip.) Schon eingecheckt erhalten wir dann einen Platz der das Hinterletzte ist! Aber dazu gibt es bald mehr… stay tuned :-)


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