Auf zur grössten Insel Deutschlands

Beitrag vom 06.08.2010

Am Samstag verabschieden wir uns von Simon und Weichi und fahren dann direkt weiter nach Loissin. Auf dem Weg kaufen wir uns noch einen neuen Campingstuhl und wechseln unsere Gasflasche. Unser Raget.li wird zum 10’000 km Jubiläum wieder einmal richtig gewaschen und von Sand und Insekten befreit. Im “Ferien- und Freizeitpark Loissin” direkt am Kitespot schlagen wir unser Lager auf. Leider ist kein Wind und so geniessen wir den Tag mit lesen, faulenzen und Strandmuschel austesten (passt farblich perfekt zum Raget.li).

  

Auch am Sonntag gibt es keinen Wind :-( Also wieder ein ruhiger Tag… Aber halt, es ist ja 1. August, der Nationalfeiertag der Schweiz. Das muss natürlich gefeiert werden! Aus dem Kühlschrank zücken wir die 500 Gramm Raclettekäse, die uns Boris mitgebracht hat. Es werden “Gschwellti” gekocht, eifrig die Raclette-Öfeli montiert und der Weisswein geöffnet. Sonja zaubert aus den Tiefen ihres Kleiderschrankes sogar noch ein rot-weisses Tischtuch.

 

Am Montag fahren wir zeitig weiter nach Rügen. In Suhrendorf wollen wir uns das angeblich grösste Stehrevier von Europa anschauen und hoffenlich bekiten. Letzteres scheiteret einmal mehr am fehlenden Wind, anscheinend haben wir mit den vier guten Tagen in Saal allen Wind aufgebraucht. Der Spot überzeugt uns auch nicht besonders mit dem relativ engen Einstieg. Der Camping “Suhrendorf” ist eigentlich ganz nett, auch wenn wir beim Checkin direkt angemault werden, wieso wir unseren Wagen gerade so parken. So Sachen muss ich echt nicht haben, da würde ich mich am liebsten umdrehen und wieder gehen. “Deutsche Direktheit” vs. Unfreundlichkeit, für unsereins manchmal schwer auseinanderzuhalten.

 

Am Dienstag steht wiedereinmal Sightseeing auf dem Programm. Als erstes Besuchen wir das Jagdschloss Granitz. Eigentlich habe ich mir ja geschworen, nie in so einem komischen Touri-Zug zu fahren, aber vom Parkplatz zum Schloss laufen…?

 

Für die gusseiserne Treppe mit viel Luft zum Runterschauen, die auf den mittleren Aussichtsturm führt, sollte man schon eingermassen schwindelfrei sein. Die Aussicht entschädigt dann für die 3€, die man unten an der Kasse abdrückt.

 

Frisch gestärkt mit einer Rostbratwurst geht es mit dem Touri-Zug zurück zum Parkplatz. Apropos Bratwurst: Ich habe immer noch nicht verstanden, wie eine Bratwurst (2.20€) günstiger sein kann wie ein Cappucino (2.50€). Anschliessend geht unsere Fahrt weiter zum Königsstuhl, resp. zum entsprechenden Parkplatz. Nach einem Marsch von gut 2.5 Kilometer durch einen wunderschön hellen Laubwald kommt man beim Königstuhlzentrum (oder so ähnlich) an. Das Zentrum interessiert uns aber nicht und nur für die Aussicht wollen wir nicht 6€ p.P. zahlen, das sind ja fast drei Bratwürste ;-) Also machen wir uns an den frei zugänglichen Abstieg. 412 Stufen über 110 Höhenmeter führen runter ans Meer, von wo man dann auch sieht, was mit der Kreideküste gemeint ist. Rauf haben wir es auch wieder geschafft, aber da haben längst nicht mehr alle Leute so glücklich ausgesehen wie beim Abstieg.

  

Eher beschwerlich ist auch die heutige Campingplatzsuche: Nummer 1 ist trotz Navi nicht zu finden, Nummer 2 ausgebucht, erst bei Nummer 3, dem Camping Banzelvitzer Berge, finden wir ein freies Plätzchen. Endlich mal ein Camping im Norden, der nicht nur aus Rasen besteht, sondern idyllisch in einem Wald gelegen ist. Am Abend checke ich noch die Abfahrtszeiten der Fähre von Sassnitz nach Trelleborg und lese, dass man in der Hochsaison reservieren sollte. Nach kurzer Rücksprache in der Rezeption, ob es denn möglich wäre ein Ticket ab USB-Stick zu drucken, buchen wir die Überfahrt per Internet. Morgen um 12.45h geht es also ab nach Schweden :-) Zu unserem Deutschland-Abschluss gibt es in der Campingplatzbeiz noch ein Schnitzel mit Pommes und ein Pils, prost.


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