Abstecher nach Dänemark

Beitrag vom 15.08.2010

Unser Ausflug nach Dänemark beginnt am Sonntag mit der Fahrt über die Öresund-Brücke, die Malmö mit Kopenhagen verbindet. Die Überfahrt kostet mit unserem Raget.li 345 SEK (49 CHF). Die Brücke führt auf eine künstliche Insel, von wo es durch einen Tunnel nach Kopenhagen geht. Unser Navi führt uns einmal mehr erbarmungslos durch die City, aber zum Glück hat es relativ wenig Verkehr, bei dem Regenwetter will ja auch niemand raus. Wir checken auf dem “Camping Charlottenlund Fort” ein. Ohne Reservierung geht hier nichts! Der Camping ist auf einer ehemaligen Küstenfestung untergebracht, es gibt einen Burggraben, eine super Aussicht vom Hügel und die modernen Sanitären-Anlagen sind quasi im Bunker zu finden. Vom Ambiente kommt der Platz sicher in unsere Top 10.

  

Nachdem wir uns ein Schlechtwetterprogramm zusammengestellt haben, nehmen wir den Bus in die Stadt. Am “Geldrückgabegerät” im Bus wird Sonja einem anspruchsvollen IQ-Test unterzogen, schafft es aber die Münzen dem kleinen Kästchen zu entlocken.

 

Mit dem Stadtplan aus der Touristeninformation verschaffen wir uns einen Überblick und fahren anschliessend mit dem Bus zum Besucherzentrum der Brauerei Carlsberg. Wir lernen einiges über die Geschichte des dänischen Biers und lassen uns natürlich auch die Degustation am Ende des Rundgangs nicht entgehen.

  

Anschliessend besichtigen wir das “Ripley’s Believe It or Not” Museum, in dem die verschiedensten Kuriositäten der der Welt ausgestellt sind. Der Eintrittspreis rechtfertigt sich nur schon durch den “Spiegel”…, sensationell (lass dich überraschen ;-)). Der Tag wird durch ein chinesisches All-you-can-eat Buffet abgerundet, so dass wir kugelrund zurück zum Camping fahren.

In Malmö hat uns unser Campingnachbar vorgewarnt, dass es in Dänemark teuer sei. Ich habe lässig geantwortet, dass wir Schweizer ein hohes Preisniveau gewohnt sind. Huch… Kopenhagen kann locker mit Zürich mithalten:

- 5dl Bier: 50 DKK (9 CHF) / 5dl Cola: 40 DKK (7.20 CHF) -> im Restaurant
- ganz normales kleines Brötchen ohne nichts: 8 DKK (1.45 CHF)
- 24h Ticket für den ÖV: 120 DKK (21.60 CHF)

Am Montag hört es endlich auf zu regnen und es ist “nur” bewölkt. Wir schlendern hauptsächlich durch die Shoppingmeile Storget und einige Seitenstrassen. In einer Art Ikea Geschäft kaufen wir allerlei Krimskrams unter anderem dänische Musik. In unserem Reiseführer heisst es “kein Kopenhagen Besuch ohne Kanaltour”, das haben wir auch zu Herzen genommen und die verschiedenen Sehenswürdigkeiten vom Boot aus besichtigt. Netto Boats ist übrigens halb so teuer wie DFDS Canaltours. Die Rundfahrt kostet 30 DKK (5.40 CHF) und wird von einer Bilderbuch-Dänin in Dänisch/Englisch/Deutsch kommentiert, wobei der Inhalt nicht der selbe sein muss. Aber mit Englisch und Deutsch kriegt man einiges mit ;-)

 

Kopenhagen ist schon schön, aber auch teuer und durch die grösse etwas unübersichtlich. Die lange Geschichte von Kopenhagen wird durch die zahlreichen alten Gebäude deutlich. Die Leute in Dänemark sind sehr freundlich und sprechen alle ein perfektes Englisch. Unser Highlight ist aber definitv der Campingplatz.

Am Dienstag fahren wir Richtung Norden mit dem Tagesziel Helsingor. Unterwegs halten wir beim Kitespot Niva Havn. Da keine anderen Kiter in Sicht sind, verbringen wir die Zeit am Strand mit lesen und Frisbee spielen. Der Wind würde eigentlich reichen und ich werde langsam nervös, als endlich ein paar Kiter aufkreuzen. So erfahren wir auch, dass nicht in der Badebucht, sondern in der Bucht rechts gekitet wird. Auf einer schmalen Landzunge aus Sand kann aufgebaut werden. Die Bucht ist grösstenteils stehtief, teils sogar nur knöcheltief. Nach einem Fehlstart wegen einem Defekt an meinem Trapez und langer unerfolgsloser Suche nach dem verlorenen Metallteil, knote ich den losen Tampen einfach fest. Schlussendlich habe ich eine super Session mit dem 12er und kleinem Brett, auch wenn ich im flachen Wasser ein paar Steine schramme.

 

Wir fahren weiter auf den “Camping Gronnehave” in Helsingor, essen fix etwas und chartern dann unseren Roller. Als erstes besichtigen wir das Kronborg Slot, das aus Hamlet bekannt ist und zum Unesco Weltkulturerbe zählt. Das Schloss selbst ist schon zu, aber ansonsten ist das Areal zugänglich und die Busladung Asiaten wieder einmal zum Piepen. Anschliessend schlendern wir noch durch das Städtchen, aber ausser den paar Kebab-Ständen scheint hier abends alles ausgestorben.

  

Am Mittwoch wollen wir wieder nach Schweden übersetzten. Die Überfahrt von Helsingor nach Helsingborg dauert nur etwa 20 Minuten und die Fähren verkehren regelmässig, so dass keine Reservation notwendig ist. Wir werden irgendwie als kleines Wohnmobil eingestuft (vermutlich wegen der Höhe) und zahlen so 310 DKK (56 CHF) für die Fahrt, da ist die Öresund-Brücke etwas günstiger.

 

Was wir dann in Schweden alles erlebt haben, gibt es bald… stay tuned @ www.raget.li 8-)


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