Volvo-City: Göteborg

Beitrag vom 20.08.2010

Auf der Insel Orust hat es uns sehr gut gefallen, da sich hier nochmals ein komplett anderes Landschaftsbild bietet. Über die Insel Tjörn, fahren wir am Montag nach Göteborg. Wir wählen den “Lisebergs Camping” der gemäss unserem Reiseführer am zentralsten liegt. Allerdings scheinen die Autoren vom Lonely Planet am Tag der Recherche besoffen gewesen zu sein, da sich Beschreibung und Wirklichkeit in diesem Falle überhaupt nicht decken. Der Platz hat nämlich etwa 200 Stellplätze und nicht wie beschrieben 35. Aber egal, der Kracher kommt, als wir nach dem einchecken intessenshalber nach dem Preis fragen. 425 SEK (59 CHF), nein nicht für beide Nächte, das ist der Preis für eine Nacht und somit der teuerste Platz unser bisherigen Reise. Die Sanitären-Anlagen sind zwar sehr schön und sauber, allerdings haben wir vergeblich den Sänftenträger gesucht, der uns in einer goldenen Sänfte dort hinträgt. Prädikat: Abzocker! Immerhin gibt es gratis WLAN.

Nachdem der grösste Regen vorbeigezogen ist, sind wir dann mit der Strassenbahn in die Stadt. Die Preise für den ÖV sind hier moderat im Vergleich zu Kopenhagen. Mit dem Stadtplan aus der Touristeninformation erkunden wir die verschiedenen Shoppingstrassen und -passagen und von denen gibt es einige in Göteborg. Beim erneuten Einsetzen des Regens verkriechen wir uns im Wintergarten einer Pizzeria, essen etwas und schauen dem Treiben auf der Strasse zu. Hotpants, die man auch gerne bis Grösse XXL trägt, werden übrigens mit Gummistiefeln kombiniert. Modetechnisch fallen auch die Nerd-Brillen und die farbenfrohen Frisuren auf.

 

Am Dienstag fahren wir mit Strassenbahn und Bus ins Volvo-Museum. Die etwas beschwerliche und langwierige Anfahrt lohnt sich für den Auto-Freak und Oldtimer-Liebhaber auf jeden Fall. Übrigens ist zirka ein Viertel der Stadtbevölkerung mindestens indirekt vom Autobauer abhängig. Die ausgestellten Modelle reichen bis in die heutige Zeit, besonders sehenswert sind aber die vielen Oldtimer, die in einem sensationellen Zustand erhalten sind.

   

Zurück in der Stadt steifen wir nochmals durch die Shopping-Viertel und besuchen auch den Stadtteil Haga. Hier ist es sehr idyllisch und die Cafés laden zum Verweilen ein. Zurück auf dem Camping lernen wir Nando & Stefi kennen, die mit ihrem T3 “Fred” auch auf einem längeren Trip sind. So sitzen wir an diesem kurzweiligen Abend noch bis spät zusammen und tauschen Räubergeschichten aus. Wir wünschen euch eine gute Reise und freuen auf eine Fortsetzung des Abends in der Schweiz.

So klingelt der Wecker nach relativ wenig Schlaf schon um 06.30h. Der Grund dafür ist, dass wir die Fähre um 08.00h nach Dänemark erwischen wollen. Das klappt dann auch reibungslos und ohne Reservierung. Nachträglich habe ich festgestellt, dass es günstiger gewesen wäre, das Ticket online zu buchen. (Unterschied ca. 30€ :-o)

 

Göteborg hat uns nicht so gut gefallen, da es relativ wenig zu sehen gibt. Dies hat sicher damit zu tun, dass die Stadt in ihrer Geschichte mehrmals gebrannt hat. Zum Shoppen gibt es allerdings einige coole Läden. Achterbahn-Freaks kommen im grössten Vergnügungspark des Landes auf ihre Kosten. Preislich ist es, bis auf das Negativbeispiel mit dem Camping, einiges günstiger wie Kopenhagen. Immerhin bleibt uns die Stadt durch eine neue Bekanntschaft in guter Erinnerung.


1 Kommentar for 'Volvo-City: Göteborg'

  1.  
    isa
    22.08.2010 | 07:06
     

    hi ihr 2,
    man merkt und sieht dass ihr auf eurer reise viel spaß habt, trotz den mittelmäßigen wetters! weiter so!
    schöne bilder und berichte – ist immer wieder spannend zu lesen wo man selbst nicht war… :)

    ganz viel spaß weiterhin!!
    gruß
    isa

    p.s. falls ihr irgendwann zeit habt, freuen wir uns auf eure tips zum gargano … ;)

Schreibe einen Kommentar

(required)

(required)


Hinweise zu den Kommentaren
Zeilen und Absätze werden automatisch umgebrochen. Die E-Mail Adresse wird nicht angezeigt. Achte bitte darauf was Du veröffentlichst.

Um deinen Kommentar zu formatieren benutze bitte die Funktionsbuttons.



RSS Feed zu diesem Beitrag | TrackBack URI