Weiter Richtung Süden…

Beitrag vom 26.09.2010

Am Donnerstag fahren wir Richtung Carnac, wo wir die Megalithen besichtigen wollen. Wir nehmen uns die Alignements de Kermario vor. Während man an den Steinen vorbei spaziert, stellt man sich zwei Fragen: 1. wie und 2. wieso…? Aber da sind sich selbst die Wissenschaftler noch nicht einig und so kann man vorläufig einfach nur staunen. Bei den Alignements de Ménec, machen wir auch noch einen kurzen Halt, fahren aber dann bald weiter, aufgestellte Steine sehen auch hier nicht anders aus ;-) Weiter geht es auf die Presqu’ile de Quiberon, wo uns am Himmel die ersten Kites begrüssen. Da wir hungrig sind, fahren wir weiter an den Zipfel der Halbinsel nach Quiberon. Quiberon selbst ist nicht unbedingt eine Schönheit, aber beim Hafen gibt es ein paar schöne Restaurants. Typisch bretonisch essen wir Galettes und Crêpes, mmhhhh! Anschliessend fahren wir entlang der Côte Sauvage (wilde Küste), an der es eine wirklich schöne Küstenstrasse gibt mit tollen Ausblicken. Inzwischen hat der Wind soweit abgenommen, dass es sich nicht mehr lohnt die Kite-Sachen auszupacken und so checken wir auf dem “Camping Do Mi Si La Mi” ein (CampCard, WLAN 3€ für 2h).

  

Am Freitag weht wie prognostiziert ein schönes Lüftchen und wir fahren zu dem Ort, wo wir gestern einige Kiter gesehen haben. Auch heute sind wir nicht die ersten und ich mache mich und mein Material startklar. Bei den ersten Schlägen muss ich am Strand zurücklaufen, da der Wind etwas schwach ist und der Shorebreak sein übriges tut. Nach einer kleinen Pause frischt es aber nochmals gut auf. Langsam habe ich richtig Spass in den Wellen, die teilweise doch etwas höher sind, als mir lieb ist. Mit dem Adrenalin scheint jedoch auch der Mut zu steigen ;-) Ausgepowert und mit einem fetten Grinsen im Gesicht werde ich von Sonja bis nach Nantes chauffiert. Der Camping in der City hat unerwarteterweise geschlossen und so weichen wir auf den “Camping Belle Rivière” in Sainte Luce sur Loire aus.

 

Am Samstag wollen wir Nates besichtigen. Wir landen auf einem Parkplatz direkt beim Bahnhof, der auf 2h begrenzt ist. Die Zeit muss also für unsere Erkundungstour reichen. Vom Chateaux des Ducs de Bretagne geht es zur Kathedrale St-Pierre et St-Paule und weiter durch die Einkaufsstrassen bis zum Theater. Bezogen auf dieses Gebiet ist Nantes eher durchschnittlich und nicht unbedingt sehenswert. Jede Kirche hat einen Stamm-Penner, der um Geld bettelt etc…, die üblichen Grossstadt-Phänomene halt. Per Zufall sind wir dann noch auf den Markt gestolpert, der durch seine multikulturelle Atmosphäre besticht (was natürlich auch ein Stück von Frankreichs Geschichte erzählt). Gemüse, Lederwaren, Kleider, Froschschenkel… alles kann hier gekauft werden. Während Sonja am Kleider shoppen ist, rekrutiere ich geistig ein paar Schauspieler für einen Film über 9/11, die man garantiert nicht in die Maske schicken müsste.

  

Anschliessend fahren wir weiter auf die 170 Kilometer entfernte Île de Ré. Auf der Fahrt über die schnellen Nationalstrassen (Maut sparen ;-)) kommen wir auch dazu, die Tierwelt Frankreichs zu studieren, die sich auf dem Seitenstreifen präsentiert: Biber, Hasen, Tauben, Igel… Die Brücke zur Île de Ré ist mautpflichtig und kostet jetzt in der Nebensaison 9€ (retour). Auf dem “Camping La Tour des Prises” (CampCard) finden wir einen Platz. Leider ist die Rezeption nicht besetzt, so dass wir weder Wäsche waschen noch im Internet surfen können, grrr!

Am Sonntag räumen wir unseren Platz. Zum Geld einkassieren ist jetzt natürlich jemand da, aber eine zweite Nacht gibts nicht, ätsch! Zuerst gurken wir etwas auf der Insel rum, auf der alles recht beschaulich ist. Am Mittag machen wir Halt in Saint Martin de Ré. Das Städtchen ist wirklich schön mit den vielen Restaurants und dem Hafen, definitiv ein Stopp wert. Auf dem Markt kaufen wir uns ein grosses Stück Quiche, das wir im Hafen genüsslich verzerren. Gut gestärkt fahren wir auf den “Camping Municipal Les Ilates” in Loix en Ré, wo man waschen und im Internet surfen (2h für 3€) kann :-) Der Preis von 22€ ist zwar eher happig (vorallem 6€ für Strom sind ja wohl Wucher), aber das holen wir beim gratis Tennis spielen wieder rein ;-)

   

Bei strahlend blauem Himmel und viel Sonnenschein lässt es sich einfach gut leben.


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