Dachfenster Einbau

Beitrag vom 17.07.2011

Nach langer Bastel-Abstinenz an unserem Raget.li stand wieder einmal ein Projekt an. Grund genug, unserem Blog etwas Leben einzuhauchen :-)

Im Hochdach staut sich die Hitze im Sommer extrem, da nützt alles Lüften nichts, es bleibt immer warm im Bus. Abhilfe soll eine kleine Dachluke schaffen. Unser Modell gibt es für um die 90 Franken beim Camping Profi (oder bei anderen Reimo Händlern).

Noch kurz ein “Vorher”-Foto geschossen als Erinnerung, falls alles in die Hose geht ;-)

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Ein paar Klötzchen zurecht gesägt, welche die Querstreben im Dach ausgleichen. Dann haben wir den Ausschnitt von 28x28cm angezeichnet und dreimal nachgemessen.

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Tief Luft geholt, ein Loch gebohrt und dann mit der Stichsäge losgesägt…

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Huhu 8)

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Die Klötzchen habe ich dann mit Glasfasern und Polyesterharz eingeklebt. Andere verwenden nur Silikon, aber ich wollte auf Nummer sicher gehen. (Anm: Silikon auf Blech rostet, also nur bei GFK verwenden.)

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Dann fett Dichtmasse auftragen, wir haben Butyl-Dichtmasse für Fensterdichtungen aus dem Campinghandel verwendet, die klebt auch noch zusätzlich wie blöd und ist etwas mühsam zu verarbeiten.

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Der Gegenrahmen sollte dann auch schon fertig sein. Wir haben diesen (entgegen der Anleitung) zusätzlich von oben mit dem Dach verschraubt, da wir sonst Probleme mit der leichten Biegung vom Dach gehabt hätten.

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Dann kann das Fenster auch schon eingesetzt und von unten mit dem Gegenrahmen verschraubt werden.

Wir haben die Dichtung zwischen Dach und Fenster am Tag danach von aussen nochmals sauber mit Silikon nachgezogen, da dies mit der klebrigen Butylmasse eher mühsam gewesen wäre.

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Fertig 8)

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Nach dem Dauerregen heute wissen wir auch, dass unser Werk dicht ist.

Stay tuned ;-)

 
Jibber @ 17:09
Gespeichert in: VW Bus
Jibboards.ch geht online

Beitrag vom 12.01.2011

Neu werde ich alle Boardbuilding Inhalte bei Jibboards.ch veröffentlichen.

Dieser Blog bleibt selbstverständlich bestehen, schliesslich wird die Raget.li-Crew weiterhin spannende Abenteuer erleben :-)

Stay tuned und bis bald!

Jibber @ 16:54
Gespeichert in: Bretterbude
Raget.li Adventure in Silvaplana

Beitrag vom 24.12.2010

Wir haben ein paar Bilder und Eindrücke aus unserer Ferien Woche (ja, wir haben es grausam streng) in Silvaplana in einem Video zusammengefasst. Viel Spass beim Anschauen!

Frohe Weihnachten allerseits und einen guten Rutsch wünscht euch die Raget.li Crew!

Über Kommentare freuen wir uns wie immer :-)

Jibber @ 12:56
Gespeichert in: Ferien
Reisefazit

Beitrag vom 12.12.2010

Nach langer Zeit lassen wir endlich wieder etwas von uns hören.

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Wir haben uns inzwischen aklimatisiert und geniessen das eigene Bad mit Badewanne, mehrere geheizte Räume (man beachte die Mehrzahl), die ständig verfügbare und zuverlässige Internetverbindung, ein bequemes Sofa und das alles ohne ständiges Umräumen unserer Habseligkeiten. Wir wissen, wo das nächste Einkaufszentrum ist und finden auch sonst was wir wollen, ohne vorher die Touristeninformation zu besuchen. Und natürlich geniessen wir es besonders, unsere Familien und Freunde wieder in der Nähe haben.

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Aber wir vermissen auch einiges: Draussen zu leben, in der Sonne zu frühstücken, die frische Meeresbrise, die Unabhängkeit, keine Termine, einfach in den Tag hinein zu leben, das Gefühl der Freiheit…

In unserem Rucksack nehmen wir vieles von der Reise mit: Die Gelassenheit, die vielen spannenden Erlebnisse, die unglaublich schönen Momente, Eindrücke und Landschaften. Es genügt ein Foto und das ganze Gefühl, mit dem Geruch, der Umgebung und der Geschichte dahinter stellt sich wieder ein. Hoffentlich bleibt das noch lange so! In bester Erinnerung bleiben uns all die offenen und sympathischen Leute, die wir auf der Reise kennen gelernt haben. Vielen Dank an Euch da draussen, ihr wart das Salz in unserer Reisesuppe und habt uns so manche gesellige Stunde beschert!

Die schwierigste Frage, die uns sehr oft gestellt wird ist, was uns am Besten gefallen hat. Im Nachhinein war es das Wertvollste und Schönste einfach Zeit zu haben. Das Gefühl ist schwer zu erklären und lässt sich definitiv nicht mit einer Woche Urlaub vergleichen, wo man ja auch keine Termine hat. Man muss es wohl einfach erlebt haben!

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Unsere Favoriten:

Top Länder zum Reisen:

  • Portugal
  • Schweden

Top Länder zum Kiten:

  • Holland (Hindeloopen, Workum, Enkhuizen)
  • Deutschland (Fehmarn, Saaler Bodden, Sankt Peter Ording, Büsum)

Top Campingplätze:

  • Camping Aquarius, Sant Pere Pescador in Spanien (direkt am Kitespot, Sanitäre top)
  • Camping Municipal, Alcacer do Sol in Portugal (klein aber fein, Preis/Leistung unschlagbar)
  • Camping Ambos Os Rios, Entre Ambos-os-Rios in Spanien (natürlich und ursprünglich)
  • Camping Charlottenlund Fort, Charlottenlund/Kopenhagen in Dänemark (das etwas andere Ambiente, unbedingt reservieren)
  • Camping Zur Perle, Büsum in Deutschland (fast direkt am Kitespot, Sanitäre top)
  • Camping Le Panorama du Pyla, Pyla sur Mer in Frankreich (unglaublich geniale Aussicht)

Top Sehenswürdigkeiten:

  • Parc Güell in Barcelona/Spanien
  • Palácio National da Pena in der Nähe von Lissabon/Portugal
  • Wandern auf dem Hunneberg und Halleberg bei Vänersborg/Schweden
  • Wattführung mit den Wattenlöpers in Büsum/Deutschland
  • Die Gedenkstätten an der Normandie/Frankreich

Top Städte:

  • Barcelona
  • Sevilla
  • San Sebastian
  • Malmö
  • Brügge
  • Biarritz

Ein paar Zahlen:

  • 17’333 pannenfreie Kilometer mit dem Raget.li
  • 1’500 Kilometer mit dem Roller
  • 196 Tage
  • 109 verschiedene Stellplätze
  • 105 CHF Ausgaben pro Tag für 2 Personen (Essen, Stellplatz, Benzin, Sightseeing… also alles ohne Fixkosten Zuhause)
  • 14.2 Liter/100km Benzin-Verbrauch
  • 8 Länder

Was würde wir anders machen? Wahrscheinlich gar nichts! Das Konzept VW Bus hat sich bestens bewährt. Die Reisedauer war auch pefekt, da wir am Schluss nicht das Gefühl hatten, dass wir heim müssen, sondern dass wir uns wieder auf Zuhause gefreut haben. Der Speicher an neuen Eindrücken war nach den 196 Tagen mehr wie voll. Und nicht mal den Reisepartner würden wir austauschen ;-)

An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön:

  • An unsere Eltern, die sich um alles Administrative gekümmert haben und für das Dach über dem Kopf nach unserer Rückkehr.
  • An Susi, die sich nach der Einbruchgeschichte um so einiges gekümmert hat.
  • An Boris, der uns die ersetzten Sachen nach Deutschland mitgebracht und unnötige Dinge zwischengelagert hat.
  • An alle Freunde, die uns während der Reise mit Tipps versorgt haben.

Fazit: Schildkröten können dir DEFINITIV mehr über den Weg erzählen als Hasen.

Bis bald, Christoph & Sonja

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PS: Natürlich wird es auf raget.li weiterhin interessante Berichte geben, also nicht vergessen:

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Jibber @ 20:11
Gespeichert in: Europa 2010
Das Abenteuer geht zu Ende…

Beitrag vom 22.10.2010

In Sant Pere Pescador kurz nach der französischen Grenze in Spanien haben wir uns auf dem “Camping Aquarius” (CampCard, WLAN) eingenistet. Kurz nachdem wir uns eingerichtet hatten, sind auch Isa & Oli aka “die Entdeckers” aufgetaucht. Ihren Reiseblog haben wir schon lange mitverfolgt und endlich hat sich doch noch ein Treffen ergeben. Gesprächsstoff war natürlich genug vorhanden und es tat auch richtig gut, sich mit jemandem auszutauschen, der ein ähnliches Abenteuer erlebt hat. So hatten wir schon nach kurzer Zeit das Gefühl, die beiden seit Jahren zu kennen.

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Nach ein paar sonnigen und warmen Tagen ist das Wetter leider schlechter geworden und für ein paar Tage stand der Camping ziemlich unter Wasser. Da war natürich Action angesagt unter den Campern. Witzig war unter anderm das Exemplar, welches knöcheltief im Wasser stand und am Telefon meinte: “Ich steh hier hüfttief im Wasser!” Ja ist klar :-D Eindrücklich waren auch die Wellen, die wir in der Höhe am Mittelmeer definitiv noch nicht erlebt haben.

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Tigga & Nicky, die wir im Frühling auf dem Camping Aquarius getroffen haben, sind zu den Herbstferien wieder hier eingetrudelt. Mit dabei waren auch Nadine und Thomas mit seiner Familie. Die langen und geselligen Abende im Partyzelt haben wir definitiv sehr genossen.

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Dann haben wir noch Patrick, Debora und Micha mit VW LT und T3 kennengelernt, mit denen wir auch einige lustige Stunden verbracht haben. Danke an dieser Stelle nochmals, dass ich die Ozone Frenzy probefliegen durfte!

Mit all den interessanten und lustigen Leuten sind auch die sonnigen, aber windlosen Flautentage schnell verflogen. Als wir vom ersten Schnee in der Schweiz hörten, sind wir noch fröhlich in T-Shirt und kurzen Hosen rumgehüpft und haben fast täglich den Grill gefüttert. Kalt wurde es erst, nachdem die Sonne unterging. So mussten wir uns halt mit spanischem Rotwein von innen wärmen ;-) Die letzten Tage hatten wir noch Tramontana Wind. Dieser ist leider sehr böhig und so sind wir auch nicht mehr gross auf’s Wasser gekommen.

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Schlussendlich waren wir nochmals zwei Wochen in Spanien und es tat richtig gut, in Ruhe auf die vergangenen Monate zurück zu blicken.

Nach einem Halt auf unserem Stamm-Frankreichdurchquerungs-Zwischenstopp-Camping in Valence geht es zurück in die Heimat. Trotz Streik konnten wir Frankreich mühelos durchqueren.

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Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch, aber gesund und zufrieden sind wir am Donnerstag (21.10.2010) nach 196 Tagen auf Achse wieder in Einsiedeln angekommen. Die Aussentemperatur von 7°C und der Blick auf die verschneiten Berge sind noch etwas gewöhnungsbedürftig.

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Wir werden uns anstrengen in den nächsten Tagen noch ein Reisefazit von unserer Europatour 2010 zu bloggen, ansonsten war es das mit Trix und Gägs, tschau zäme…!

 
Jibber @ 09:05
Gespeichert in: Spanien
Französisches Baskenland

Beitrag vom 08.10.2010

Am Samstag lassen wir es ganz gemütlich angehen und geniessen die sensationelle Aussicht bis zur letzten Minute. Mittags geht unsere Fahrt dann los Richtung Vieux Boucau, wo wir erneut Boris & Isa treffen wollen, die hier jeweils ihre Surf-Ferien verbringen. Nachdem wir uns in Vieux Boucau mit Crêpes gestärkt haben, trudeln die beiden auch ein. Das Haus auf der Düne mit Blick aufs Meer, welches sie sich jeweils mit gut zehn anderen Surfern teilen, ist echt wie aus dem Bilderbuch. Anscheinend haben die Schweizer richtig schönes und vorallem warmes Wetter mitgebracht, so dass wir seit langem wieder einmal die kurzen Hosen montieren können. Die Wellen sind riesig und ich überdenke meine Definition davon nochmals. Die letzte Kitesession in Quiberon war wohl doch eher “Flachwasser”. ;-) Die Einladung zum Abendessen nehmen wir natürlich gerne an und schlussendlich übernachten wir gleich auf dem Parkplatz vor dem Haus.

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Am nächsten Morgen chillen wir und essen gemütlich etwas, bevor wir einen kleinen Ausflug nach Hossegor starten, wo heute der letzte Austragungstag des Quiksilver Pro France Contest stattfinden soll. Anscheinend waren die Bedingungen in den letzten Tagen aber so gut, dass alle Wettkämpfe bereits ausgetragen sind und deswegen bereits Aufbruchstimmung herrscht. Auf einer grossen Leinwand direkt am Meer können wir uns noch den Siegesrun von Kelly Slater ansehen, Respekt! Zurück in Vieux Boucau geniessen wir die friedliche Stimmung und das warme Wetter. Ein bisschen Erholung vom Reisen kann auch ganz schön sein.

In der Nacht auf den Montag fängt es richtig an zu stürmen und wir werden in unserem Bus gut durchgerüttelt, was unsere Schlafqualtiät erheblich beeinträchtigt. Da wir quasi auf der Düne stehen fliegt uns auch der Sand beim Öffnen der Schiebetüre kräftig um die Ohren und verkriecht sich in die letzten Ritzen von unserem Büssli, arrrgh! Kurz gesagt sieht unser Bus aus wie Sau. Als sich am Nachmittag das Wetter etwas beruhigt, messe ich immer noch über 30 Knoten wind. Wir geniessen es natürlich, dass wir uns im Haus aufhalten und gemütlich lesen und plaudern können. Sonja findet unter den Surfern auch dankbare Brett-Spielgefährten.

Am Dienstag packen wir unsere Sachen, denn unsere Fahrt soll weitergehen. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön für die Gastfreundschaft der Vieux Boucau Schnäuzer und Mädels. In Soorts-Hossegor (407 Av. de la Tuilerie) besuchen wir den Ripcurl Outlet Store, wo wir ziemlich günstig ein paar Kleider kaufen. Auf dem Weg nach Biarritz waschen wir noch den Sand von unserem Bus runter. Am Nachmittag geniessen wir die Sonne auf dem “Camping de Parme” (erheblicher Fluglärm!), bevor wir mit dem Roller in die Stadt fahren. Zwischen einigen Bausünden gibt es in Biarritz schöne alte Häuser, trendige Läden und durch die vielen Surfer eine junge Atmosphäre. Es ist echt witzig, wieviel Leute einem beim Stadtbummel im Neopren und mit Surfbrett unter dem Arm entgegen kommen. In der Welle am Stadtstrand tummeln sich an die 60 Surfer, die man von der Felsküste gut beobachten kann. Unser “180-Tage-on-the-road-Jubiläum” feiern wir im Restaurant Tikia, wo es unter anderem leckere Fleischspiesse zu essen gibt.

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Am Mittwoch fahren wir rüber ans Mittelmeer, wo wir zum Anfang unserer Reise schon ein paar Tage verbracht haben. In Sant Pere Pescador wollen wir die letzten Tage unserer Reise geniessen und das vergangene halbe Jahr nochmals Revue passieren lassen, bevor es dann langsam Richtung Heimat geht.

 
Jibber @ 13:09
Gespeichert in: Frankreich
Lebenszeichen aus der Aquitaine

Beitrag vom 07.10.2010

Am Montag wollen wir uns die Stadt La Rochelle anschauen und so verlassen wir die Ile de Ré. Etwas ausserhalb auf dem Parkplatz Jean Moulin stellen wir unser Raget.li ab. Jetzt in der Nebensaison kostet das gerade einmal 2.70€ und der Transfer in die Innenstadt mit einem kleinen Elektrobus ist erst noch inklusive, Daumen hoch. In der Touristeninformation holen wir uns einen Stadtplan, der uns sogleich auch eine Route für die Erkundung der Stadt vorschlägt. Um das Hafenbecken gibt es zahlreiche Restaurants, wo die Gäste das herbstliche Wetter geniessen. Entlang der alten Stadtmauer gibt es drei schöne Wehrtürme, die jeweils zu einem bestimmten Zweck gebaut wurden. In der Altstadt schlendern wir durch die alten Arkadengänge. Allerdings ist in der Mittagszeit nicht allzu viel los, da sich die Leute lieber in den Restaurants verköstigen und viele Geschäfte währenddessen geschlossen sind. Wenn man zur Ile de Ré fährt, sollte man unbedingt in La Rochelle vorbeischauen.

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Auf unserer Fahrt nach Bordeaux ändert sich langsam das Landschaftsbild: Die riesigen Kuhherden aus Normandie und Bretagne weichen hier den endlosen Feldern mit Reben. Im Frühling sahen die Rebstöcke noch kahl aus und man konnte sich kaum vorstellen, dass diese wieder einmal Früchte tragen werden. Unter den grünen Blättern kann man nun deutlich die Trauben sehen… wohl ein Zeichen, dass wir schon etwas länger unterwegs sind ;-) Auf dem relativ neuen “Camping Bordeaux-Lac” richten wir uns für die kommenden zwei Nächte ein.

Den Dienstag starten wir ganz gemütlich, denn wir wollen erst noch ein wenig relaxen, bevor wir die Stadt besichtigen. Da die Internetverbindung heute nicht funktioniert, habe ich Gelegenheit den Service der Rezeption zu testen. Nur soviel: Stammgast werde ich wohl nicht werden. Am Nachmittag fahren wir mit dem Roller in die Stadt. Mit der obligaten Karte aus der Tourismus Information machen wir uns auf Entdeckungstour. Bordeaux ist Unesco Weltkulturerbe und dies zu recht, denn die prächtigen alten Gebäude machen schon etwas her. Halt wieder viele Bettler und zum Teil recht schmutzig, aber das scheint in Südfrankreich zum guten Ton zu gehöhren. Cool ist auch, dass es hier zahlreiche Surfshops gibt: Quicksilver, Ripcurl, Roxy, Billabong, Soöruz etc. Diese Auswahl gibt es in der Schweiz mangels Meeranstoss nicht. Am Abend begutachten wir die Speisekarten der französischen Restaurants: Cheeseburger mit einer Scheibe Leber, Kalbskopf… da beschliessen wir gleich zum Chinesen zu gehen ;-)

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Am Mittwoch machen wir eine Tour mit unserem Bus und checken die verschiedenen Kitespots in der Gegend von Lacanau und Hourtin ab. Wir fahren über schnurgerade Strassen, die von Pinienwäldern gesäumt sind. Leider ist kein Wind an den Seen, aber wir können uns gut vorstellen künftige Ferien hier zu verbringen.

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Die kleinen Dörfer sind zwar jetzt teilweise recht gespenstisch und ausgestorben. Am Beach von Hourtin Plage gibt es ein paar Wellenreiter, alle Läden und Restaurants haben jedoch ausnahmslos geschlossen. In Lacanau Océan herrscht noch etwas Betrieb und in einem Restaurant mit Meerblick machen wir einen Snack-Stopp und schauen den Surfern zu. Mangels offener Campingplätze fahren wir weiter Richtung Cap Ferret. Der “Camping du Truc Vert” ist sehr idyllisch mitten in einem riesigen Pinienwald gelegen, der Weg zum Meer ist nicht weit, junge Gäste und es gibt gratis Internet.

Auch dieser Camping wird heute Donnerstag dicht gemacht für die Wintersaison. Wir starten gemütlich erst gegen Mittag. Nach einer guten Stunde Fahrt machen wir Halt in Arcachon. Definitiv keine Schönheit, aber die Waffel mit Schoggi Mousse und Schlagrahm an der Promenade schmeckt ausgezeichnet. Sonja erspäht ein paar Schuhe in einem Schaufenster, worauf wir die Zeit zur Wiedereröffnung spazierend totschlagen. Irgendwie ist hier schon die spanische Siesta-Mentalität über die Grenze geschwappt. Anschliessend fahren wir zum “Camping Panorama du Pyla”, der direkt neben der Dune du Pyla liegt. Auf einem Platz im Pinienwald mit Meersicht geniessen wir den Nachmittag.

Am Freitag Morgen, nachdem die ersten Camper den Platz verlassen haben, ergattern wir einen der Top-Plätze ganz vorne an der Küste. Die Panoramasicht ist einfach unglaublich und man könnte den ganzen Tag nur da sitzen und auf die Sandbank und das Meer rausschauen. Von der Aussicht her ist das sicher der schönste Campingplatz unserer ganzen Reise. Am Nachmittag fahren wir mit dem Roller zur Dune du Pyla, der höchsten Düne Europas. Wir wählen natürlich nicht den Weicheierweg über die Treppe, sondern stapfen voll motiviert durch den Sand auf den Gipfel, der mehr als 100 Meter über dem Meerespiegel liegt. Auf der Düne fühlt man sich irgendwie an eine verschneite Berglandschaft errinnert. Nach den obligaten “auf der Düne rumhüpfen Fotos” wollen wir noch etwas einkaufen.

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Den nächsten Laden finden wir aber erst wieder in Arcachon, wodurch unsere Roller-Tour etwas länger ausfällt als erwartet. Am Abend sitzen wir einfach nur da und geniessen die unglaubliche Aussicht.

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Noch sind wir etwas im Rückstand mit Bloggen, aber bald gibt’s mehr… stay tunded @ www.raget.li

 
Jibber @ 10:09
Gespeichert in: Frankreich
Weiter Richtung Süden…

Beitrag vom 26.09.2010

Am Donnerstag fahren wir Richtung Carnac, wo wir die Megalithen besichtigen wollen. Wir nehmen uns die Alignements de Kermario vor. Während man an den Steinen vorbei spaziert, stellt man sich zwei Fragen: 1. wie und 2. wieso…? Aber da sind sich selbst die Wissenschaftler noch nicht einig und so kann man vorläufig einfach nur staunen. Bei den Alignements de Ménec, machen wir auch noch einen kurzen Halt, fahren aber dann bald weiter, aufgestellte Steine sehen auch hier nicht anders aus ;-) Weiter geht es auf die Presqu’ile de Quiberon, wo uns am Himmel die ersten Kites begrüssen. Da wir hungrig sind, fahren wir weiter an den Zipfel der Halbinsel nach Quiberon. Quiberon selbst ist nicht unbedingt eine Schönheit, aber beim Hafen gibt es ein paar schöne Restaurants. Typisch bretonisch essen wir Galettes und Crêpes, mmhhhh! Anschliessend fahren wir entlang der Côte Sauvage (wilde Küste), an der es eine wirklich schöne Küstenstrasse gibt mit tollen Ausblicken. Inzwischen hat der Wind soweit abgenommen, dass es sich nicht mehr lohnt die Kite-Sachen auszupacken und so checken wir auf dem “Camping Do Mi Si La Mi” ein (CampCard, WLAN 3€ für 2h).

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Am Freitag weht wie prognostiziert ein schönes Lüftchen und wir fahren zu dem Ort, wo wir gestern einige Kiter gesehen haben. Auch heute sind wir nicht die ersten und ich mache mich und mein Material startklar. Bei den ersten Schlägen muss ich am Strand zurücklaufen, da der Wind etwas schwach ist und der Shorebreak sein übriges tut. Nach einer kleinen Pause frischt es aber nochmals gut auf. Langsam habe ich richtig Spass in den Wellen, die teilweise doch etwas höher sind, als mir lieb ist. Mit dem Adrenalin scheint jedoch auch der Mut zu steigen ;-) Ausgepowert und mit einem fetten Grinsen im Gesicht werde ich von Sonja bis nach Nantes chauffiert. Der Camping in der City hat unerwarteterweise geschlossen und so weichen wir auf den “Camping Belle Rivière” in Sainte Luce sur Loire aus.

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Am Samstag wollen wir Nates besichtigen. Wir landen auf einem Parkplatz direkt beim Bahnhof, der auf 2h begrenzt ist. Die Zeit muss also für unsere Erkundungstour reichen. Vom Chateaux des Ducs de Bretagne geht es zur Kathedrale St-Pierre et St-Paule und weiter durch die Einkaufsstrassen bis zum Theater. Bezogen auf dieses Gebiet ist Nantes eher durchschnittlich und nicht unbedingt sehenswert. Jede Kirche hat einen Stamm-Penner, der um Geld bettelt etc…, die üblichen Grossstadt-Phänomene halt. Per Zufall sind wir dann noch auf den Markt gestolpert, der durch seine multikulturelle Atmosphäre besticht (was natürlich auch ein Stück von Frankreichs Geschichte erzählt). Gemüse, Lederwaren, Kleider, Froschschenkel… alles kann hier gekauft werden. Während Sonja am Kleider shoppen ist, rekrutiere ich geistig ein paar Schauspieler für einen Film über 9/11, die man garantiert nicht in die Maske schicken müsste.

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Anschliessend fahren wir weiter auf die 170 Kilometer entfernte Île de Ré. Auf der Fahrt über die schnellen Nationalstrassen (Maut sparen ;-) ) kommen wir auch dazu, die Tierwelt Frankreichs zu studieren, die sich auf dem Seitenstreifen präsentiert: Biber, Hasen, Tauben, Igel… Die Brücke zur Île de Ré ist mautpflichtig und kostet jetzt in der Nebensaison 9€ (retour). Auf dem “Camping La Tour des Prises” (CampCard) finden wir einen Platz. Leider ist die Rezeption nicht besetzt, so dass wir weder Wäsche waschen noch im Internet surfen können, grrr!

Am Sonntag räumen wir unseren Platz. Zum Geld einkassieren ist jetzt natürlich jemand da, aber eine zweite Nacht gibts nicht, ätsch! Zuerst gurken wir etwas auf der Insel rum, auf der alles recht beschaulich ist. Am Mittag machen wir Halt in Saint Martin de Ré. Das Städtchen ist wirklich schön mit den vielen Restaurants und dem Hafen, definitiv ein Stopp wert. Auf dem Markt kaufen wir uns ein grosses Stück Quiche, das wir im Hafen genüsslich verzerren. Gut gestärkt fahren wir auf den “Camping Municipal Les Ilates” in Loix en Ré, wo man waschen und im Internet surfen (2h für 3€) kann :-) Der Preis von 22€ ist zwar eher happig (vorallem 6€ für Strom sind ja wohl Wucher), aber das holen wir beim gratis Tennis spielen wieder rein ;-)

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Bei strahlend blauem Himmel und viel Sonnenschein lässt es sich einfach gut leben.

 
Jibber @ 17:04
Gespeichert in: Frankreich
Breizh

Beitrag vom 22.09.2010

Am Samstag geht unser Reise entlang der Küste weiter. In einem beliebigen Küstenort machen wir einen Halt, lesen und geniessen das schöne Wetter am Strand. Zudem können wir zuschauen, wie die Fischerboote von Traktoren an Land gezogen werden.

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Anschliessend fahren wir weiter zum Mont St. Michel, der schon von Weitem deutlich erkennbar ist. Neben den 5€ Parkgebühr scheint man heute kein Eintritt zahlen zu müssen, keine Ahnung ob das immer so ist. Der Berg ist recht überlaufen mit Touris und dennoch verteilt sich alles irgendwie recht gut, nachdem man erstmal die “Grande Rue” (nicht wirklich zutreffender Name) hinter sich gelassen hat und auf der eigentlichen Besichtigungstour ist. Schon faszinierend, wie dies alles auf dem Hügel oben erbaut wurde. Der Tidenunterschied ist mit 14 Metern der höchste in Europa und so blicken wir vom höchsten Punkt über eine Wattlandschaft, da sich das Meer gerade zurückgezogen hat. Auf dem “Camping St. Michel” in Courtil übernachten wir (gratis WLAN aber nicht flächendeckend).

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Am Sonntag fahren wir direkt weiter nach St. Malo. Entlang der Stadtmauer gibt es zig Parkplätze, aber anscheinend ist man in dieser Stadt nicht willkommen, wenn man über 1.9 Meter hoch ist. Diese Diskriminierung wird an vielen Orten in Frankfreich praktiziert, allerdings werden die Höhenbeschränkungen oft in der Nebensaison geöffnet, nicht in St. Malo. Auf jeden Fall haben wir uns dann irgendwo (illegal) auf ein Stück Rasen gestellt, obwohl wir heute gerne für den Parkplatz bezahlt hätten. Anschliessend sind wir auf dem 1.8 Kilometer langen Festungswall einmal um die ganze Stadt spaziert, was uns sehr gut gefallen hat. Die Stadt darin ist dann eher naja, aber man kann guten Bretonischen Kuchen kaufen, mjam lecker :-)

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Frisch gestärkt fahren wir weiter nach Paimpol auf den “Camping Municipal”. Kurz den Roller abladen und ab in die Stadt, die früher Heimathafen der Islandfischer war. Nach einem kurzen Rundgang setzen wir uns ins Restaurant L’Islandais. Hier kann man allerlei Meeresfrüchte essen, unter anderem günstige Austern, die in der Bretagne gezüchtet werden. Sonja schaut wenig begeistert zu, wie ich einen riesigen Topf voller Muscheln verspeise.

Wie an vielen Orten in der Gegend gibt es auch hier einen Wanderweg entlang der Küste. Nach den vielen Städten und Sehenswürdigkeiten ist es wieder einmal Zeit für etwas Ruhe in der Natur. So starten wir heute Montag direkt beim Campingplatz unsere Wanderung und marschieren strammen Schrittes eine Stunde entlang der Küste. Der Weg ist ein Auf und Ab und recht anstrengend. Unterwegs sehen wir reife Brombeeren, Hagenbutten, Pilze, wilde Pflaumen und Äpfel, an diesem Weg würde man nicht verhungern. Nach einer Pause mit näherer Inspektion des Strandes (Austern, Schnecken, Muscheln etc.) machen wir uns auf den Rückweg.

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Anschliessend fahren wir etwas planlos weiter und landen schlussendlich in Brest. Der “Camping du Goulet” ist einer der wenigen Plätze, wo ich definitv nicht mehr hingehen würde: seeeehr suspekte Stammkundschaft und die Sanitären dürften wohl auch wieder einmal eine Putzfrau sehen. Dass das Internet nicht funktioniert ist gerade noch das geringste Problem. Eigentlich erstaunlich, da die Rezeption und der Eingangsbereich einen gepflegten Eindruck machen.

Am Dienstag fahren wir nach Brest. Ich hoffe eine SIM-Karte für mobiles Internet zu erstehen, finde aber kein gescheites Angebot. Ansonsten ist hier nichts los, ausser zahlreiche Baumaschinen, die gerade die Haupteinkaufsstrasse umpflügen. Bei solchen Städten fragt man sich echt, wieso es überhaupt eine Tourismus Information gibt. Mit dem Schock von Stadt und Camping treten wir die Flucht Richtung Presqu’ile de Crozon an. Bei Argol besuchen wir das Musée du Cidre du Bretagne (5€ p.P.). Nach einem kurzen französischen Video über die Herstellung des Cidre kann man sich die verschiedenen Geräte bei einem Rundgang in echt anschauen, bevor es zur Degustation geht. Der nette Herr vom Museum beantwortet uns während der Degustation all unsere Fragen sehr ausführlich und kompetent. Bei dem schönen Wetter sind wir gerade die einzigen Gäste.

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Anschliessend fahren wir weiter in die Tourismus Information von Crozon, wo wir einen Blick auf die Wanderkarte werfen. Die morgige Wanderung soll one-way werden und so laden wir unseren Roller am Cap de la Chèvre ab (und hoffen, dass er morgen noch da ist). Unser Navi führt uns dann einmal mehr über eine sehr verwunderliche Strecke vorbei an einem schönen Strand mit Surfern nach Camaret-sur-Mer auf den “Camping le grande Large Lambézen”, wo man auf einigen Plätzen eine tolle Aussicht über die Bucht hat.

Wenn wir eins nicht erwartet hätten beim Öffnen unserer Schiebetüre, dann wäre es Nebel gewesen. Die Bucht, das Meer… alles weg, man kann keine 50 Meter weit sehen. Da macht auch unsere Küstenwanderung wenig Sinn, weil man erstens nichts sehen kann und wir zweitens keine Lust haben uns irgendwo in der Pampa zu verlaufen. Deprimiert laden wir am Cap de la Chèvre wieder unseren Roller auf und fahren dann weiter nach Quimper.

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Die ruhige Presqu’ile de Crozon mit den malerischen Dörfern wird uns aber trotzdem in guter Erinnerung bleiben. Noch etwas desorientiert von der raschen Planänderung (aber so ist das Traveller-Leben) schlendern wir durch die Pflasterstrassen mit den schiefen Fachwerkhäusern. Mit den vielen Restaurants und Crêperien lädt Quimper zum Verweilen ein, ein echter Kontrast zu Brest.

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Mit einem Einkaufszwischenstopp geht es dann weiter nach Le Pouldu auf den “Camping les Embruns”, der gärtnerisch wirklich schön gestaltet ist (WLAN teuer). Bei einem gebratenen Entenfilet, Taboulet und einem französischen Rotwein lassen wir den Tag ausklingen, der anders als erwartet verlaufen ist.

PS: Breizh ist übrigens bretonisch für Bretagne :-)

 
Jibber @ 21:39
Gespeichert in: Frankreich
An den Stränden der Normandie

Beitrag vom 17.09.2010

Am Dienstag geht die Fahrt weiter nach Frankreich. Kurz nach Calais zweigen wir auf die D940 ab, die an der Küste entlang führt. Am Kap Blanc-Nez machen wir einen Halt und schauen uns kurz um. Eigentlich wollen wir heute eine Küstenwanderung machen, aber das Wetter spielt nicht mit und und wir messen Windspitzen von 45 Knoten (37 Knoten im Schnitt). So ist leider auch die Sicht von den eindrücklichen Klippen nicht allzu gut.

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Auf dem Weg nach Wissant, dem Wavespot der Gegend, sehen wir ein paar Kites am Himmel. Klar, dass wir einen Zwischenstopp einlegen müssen. Gebannt schauen wir eine knappe Stunde zu, wie sich die Jungs mit ihren winzigen 5er Tubekites und Waveboards in den Wellen austoben.

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Auf der D940 fahren wir weiter nach Boulogne-sur-mer und von da weiter nach Cayeux-sur-mer, sous-mer wäre ja auch etwas unpraktisch mit dem Bus. Auf dem “Camping Le Bois des Pins Brighton” kommt endlich wieder einmal unsere ADAC Camp Card zum Einsatz und läutet somit offiziell die Nebensaison ein.

Am Mittwoch fahren wir auch wieder mehr oder weniger dem Meer entlang, obwohl man meistens wenig davon sieht. Wir steuern ein paar Kitespots an, aber überall hat es sehr grosse Wellen. Wir sichten allerdings ein paar Kiter, scheint ja einiges los zu sein in Frankreich. Frei nach dem Spruch mit der Schildkröte und dem Hasen, lassen wir uns über schöne Landstassen und durch malerische kleine Dörfchen treiben. Unterwegs kreuzen wir eine Waschanlage und so wird unser Raget.li endlich wieder einmal vom Staub und Schmutz der letzen Wochen befreit. Frisch geputzt geht es weiter nach Étretat, wo wir einen Stopp einlegen. Nach einem Snack (Croque Monsieur und Crêpe), schauen wir uns die Klippen an. Eine davon soll anscheinend wie ein Elefant aussehen, der den Rüssel ins Wasser hält. Im zügigen Traveller-Style keuchen wir die Klippe auf der rechten Seite der Bucht hoch. Oben wundert man sich dann über die putzmunteren alten Leute, die man eher im Alters- und Pflegeheim vermuten würde. Aber auch nur so lange, bis man den Parkplatz gesehen hat ;-)

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Anschliessend fahren wir weiter nach Honfleur auf den “Camping de la Briquerie” (Camp Card, gratis WLAN).

Das Frühstück am Donnerstag hält schon die erste Überraschung bereit. Während ich mich über den komischen Biss vom Fleischkäse wundere, lese ich auf der Packung “Quorn”. Ein weiterer Fehlgriff in der Reihe von Orangensaftkonzentrat und Aufbackbrot ;-) Als erstes steht heute die Besichtigung von Honfleur auf dem Programm. Dies sollte man sich keinesfalls entgehen lassen, denn das Städtchen lädt definitiv zum Bummeln ein. Neben den unzähligen Restaurants gibt es auch zahlreiche Cidre/Calvados-Läden, Kunstgalerien und andere Geschäfte. Keine neonleutenden Schilder sondern alter Charme bestimmt das Bild. Bei einem zugegbenermassen nicht gerade günstigen Kaffee im Hafenbecken kann man die Atomosphäre so richtig geniessen.

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Weiter geht die Fahrt an die D-Day Strände. Am Juno Beach machen wir einen Halt, stärken uns mit einer Quiche Lorraine und besuchen danach das Juno Center, in dem die Rolle von Kanada im zweiten Weltkrieg eindrücklich erklärt wird (ganz nett gemacht, muss man aber nicht gesehen haben). Auch hier am Juno Beach sind ein paar Kites am Himmel und kurz später bin ich umgezogen und pumpe meinen 12er auf. An einem D-Day Strand zu kiten ist irgendwie schon noch ein spezielles Gefühl, zumal diese Perspektive nicht jedem zugänglich ist. Ein bisschen Sightseeing und dann noch ein Stündchen auf’s Wasser, so sieht doch mein perfekter Traveller-Tag aus :-)

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Auf dem “Camping Municipal” in Bayreux finden wir ein schönes Plätzchen. Vor lauter Freude über die Nebensaison haben wir nämlich noch gar nicht bemerkt, dass die ersten Campingplätze die Tore für dieses Jahr bereits geschlossen haben.

Gestern habe ich mich noch nach frischem Brot bei der Rezeption erkundigt, worauf die gute Frau meinte, dass der Bäcker um 08.30h vorbeikommen würde. Naja, dachte ich mir, den werde ich dann schon sehen. Dass das wilde Gehupe vom Bäcker und nicht von der nahen Hauptstrasse kommt, muss man in schlaftrunkenem Zustand erstmal realisieren ;-) Die französischen Croissants entschädigen uns allerdings für die unsanfte Weckmethode. Auch am heutigen Freitag wollen wir uns nochmals dem 2. Weltkrieg widmen. Als erstes fahren wir zum amerikanischen Friedhof in Colleville-sur-mer, wo über 9000 gefallene Soldaten begraben sind. Zuerst spazieren wir durch den sehr gepflegten Friedhof mit den unzähligen Reihen von Kreuzen und Davidsternen. Auf jedem einzelnen Grabstein ist ein Name eingraviert und der verstorbene wurde wahrscheinlich selten älter als 25 Jahre… da muss man schon ein paarmal leer schlucken! Auf dem Weg zum Strand kann man sich an diesem herrlichen Herbsttag nur schwer vorstellen, was hier passiert ist, so traumhaft sieht die Landschaft aus. Das top moderne Besucherzentrum, das gratis besichtigt werden kann, rundet unseren Besuch ab. Besonders berührend ist das Video, in dem ein paar der vielen Schicksale aufgegriffen werden. Unsere nächste Station ist La Pointe du Hoc bei Cricqueville-en-Bessin (Eintritt ebenfalls frei). An diesem strategisch wichtigen Punkt ist die Gewalt, mit der die Landung in der Normandie vonstatten ging noch heute zu sehen. Das Areal ist übersät mit Kratern, die teilweise mehrere Meter tief sind. Sehr eindrücklich!

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Anschliessend fahren wir zum “Camping Le Ranch” bei Le Rozel. Mit Blick aufs Meer geniessen wir die letzten Sonnenstrahlen.

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Jibber @ 20:46
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