Westcoast

Beitrag vom 16.03.2014

Unsere Highlights an der Westcoast bleiben natürlich das Wildfood Festival, die River Safari und die genialen Sonnenuntergänge.

Zu besichtigen gibt es zudem die beiden Gletscher, die ich ausser der Nähe zum Meer jetzt nicht so speziell fand. Da haben mich die Spare Ribs im Cook Saddle Pub in Fox schon eher überzeugt.

Lake Matheson Franz Josef Gletscher Berge und Meer

Die Kiwi Tour in Okarito war leider auf Tage ausgebucht, dafür wurden wir mit einem legendären Sonnenuntergang entschädigt.

Sonnenuntergang in Okarito ... hinter uns spiegeln sich die Berge Gandalf ist auch hier ... und noch mit Mond

In Greymouth haben wir einen Tag bis zum Wildfood Festival überbrückt. Die Quad Tour bei “On yer Bike” war ziemlich cool. Die Brauerei Tour ist eher lahm, das gratis Bier danach aber lecker und der Pork Belly von der Tapas Karte himmlisch!

Der folgende Küstenabschnitt Richtung Westport ist landschaftlich sehr schön und man kommt unter anderem an den Pancake Rocks vorbei.

Pancake Rocks Miss Pancake Küstenstrasse Greymouth - Westport

Ein paar Kilometer nördlich von Westport haben wir uns noch das Areal der Denniston Kohleminen angeschaut. Viele Infotafeln erzählen die interessante Geschichte unter anderem von der “Standseilbahn”, welche die Kohle den Berg runter transportierte. Nach der kurvenreichen Anfahrt darf man zudem ein schönes Panorama geniessen.

Denniston

Jibber @ 04:14
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Hokitika Wildfood Festival

Beitrag vom 11.03.2014

Da die Frage aufgekommen ist, was wir denn so essen, nehmen wir diesen Blog mal vorweg. Wildlife hatten wir schon, jetzt kommt Wildfood :cool: Jedes Jahr am zweiten Samstag im März findet in Hokitika das Wildfood Festival statt, wo es allerlei wilde Delikatessen aus der Region zu verspeisen gibt. Das Timing war fast perfekt und so konnten wir uns dies natürlich nicht entgehen lassen. Wir mussten nur einen Tag totschlagen, was mit Quad fahren und Brauerei besichtigen bestens gelungen ist. (Unbedingt Pork Belly in der Monteith’s Brauerei probieren, wer mal in Greymouth ist!)

Nachdem wir gut 40 Franken p.P. für den Eintritt hingelegt haben, waren wir natürlich umso gespannter, was uns auf dem Festival Areal erwarten würde! Zusammengefasst lässt sich sagen, dass das Festival neben den etwa 70 Essensständen eine Mischung aus Fasnacht, Openair und Oktoberfest ist. Für die Teenies aus der Region wahrscheindlich die Gelegenheit, um mal richtig Party zu machen, da die meisten am Nachmittag bestens angeheitert anzutreffen waren.

Wir könnten jetzt vom Wildschweinspeck-Sandwich und dem exzellenten Wildburger erzählen, aber dafür fliegt man ja nicht ans andere Ende der Welt. ;)

Allseits beliebt sind die Huhu Grubs, die wahlweise lebendig, in Essig eingelegt oder gegrillt verzerrt werden können. An einem Stand wurden diese sogar live aus Baumstämmen “geerntet”.

Huhu Hunter Huhu Grubs Klein und lebendig... ... gross und in Essig eingelegt

Der Stand mit den “Mountain Oysters” war auch sehr gut besucht. Wie gesagt, in Neuseeland gibt es viele Schafe… den Rest könnt ihr erahnen. Zusammen mit den Zwiebeln auf Toast serviert war die Eierspeise echt lecker :)

Beste Rohware Der Mann mit den grössten Klöten Lecker Mountain Oysters

Eine weitere Spezialität, die auch ausserhalb des Wildfood Festivals an der Westküste öfter anzutreffen ist, sind Whitebait Patties. Junge (noch durchsichtige) Fische, die mit Kopf und Kragen sowie etwas Ei angebraten werden.

Whitebait Patty 100 Augen gegen 2

Bei den Heuschrecken, dem Kuhplazenta-Paté und dem Pferdesperma-Shot wahlweise mit Apfelgeschmack (sehr beliebt, wir glauben es selbst noch nicht!), mussten wir dann aber doch passen!!!

Die Heschrecken gab es wahlweise auch lebendig... Stallion Shot

Für die Heiklen gab es immerhin auch noch “Swiss Potato Cake” aka Rösti ;)

Swiss Potato Cake

Am Abend haben wir uns sicherheitshalber aber doch noch einen Jägermeister genehmigt… :cool:

Jibber @ 09:17
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River Safari

Beitrag vom 06.03.2014

Nach Stopps in Milford Sound, Queenstown und Wanaka, eher gemischtem Wetter und wenigen Highlights, sind wir über den Haast Pass an die Westküste gefahren. Dort wurden wir (angeblich eher untypisch) von bestem Wetter empfangen. Auf Empfehlung haben wir in Hannahs Clearing die Waiatoto River Safari für den kommenden Morgen gebucht.

Jetboote sind eine Neuseeländische Erfindung, um Flüsse bei geringstem Wasserpegel zu befahren. Strecken, für die man früher mehrere Tage zu Fuss brauchte, können so innert Stunden zurückgelegt werden.

Am Anfang der Tour Eher Bach wie Fluss! Kurzer Landgang Am höchsten Punkt

Einige Passagen waren ganz schön eng, wo man sich denkt: hmm, wie sollen wir da zwischen den Steinen durchkommen…?! Die Mischung aus schöner Landschaft, interessanten Hintergrundinfos und Action war perfekt. Sonja hätte zwar gerne noch ein paar zusätzliche 360° Drehungen gehabt ;) Besonders genial war, dass wir die einzigen Passagiere waren und so quasi eine Private-Safari hatten.

Hier geht es gleich wieder runter... Volle Fahrt voraus! Hübsche Mitfahrerin Unterwegs im Flussdelta

Jibber @ 10:00
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Doubtful Sound

Beitrag vom 05.03.2014

Ausnahmezustand: Wir werden eine Nacht nicht im Bus verbringen und haben unsere sieben Sachen gepackt, um eine Nacht in See zu stechen. Ein Geheimtipp, den wir schon von Zuhause aus gebucht haben.

Zuerst geht es mit dem Schiff in 50 Minuten über den Lake Manapouri, wo man auf einen Bus umsteigt und über den Wilmot Pass fährt. Die Pass-Strasse aus Schotter wurde ursprünglich nur angelegt, um die schweren Teile wie Turbinen vom Meer her zum Kraftwerk am See zu schaffen. Angeblich die teuerste Strasse Neuseelands mit 2 NZD pro cm, wobei ich glaube das jede beliebige (vergoldete) Strasse in der Schweiz mithalten kann ;) Auf der anderen Seite haben wir dann die Tutoko II bestiegen und los ging die Fahrt durch den Doubtful Sound.

Lake Manapouri Wilmot Pass mit Blick auf den Doubtful Sound

Krass wie unglaublich steil die grün bewachsenen Felswände in den Himmel ragen!

Steilküste im Doubtful Sound Alles dicht bewachsen!

Mit fischen und paddeln kam auch keine Langeweile auf. Die Crew hat nach Langusten getaucht (siehe Wildlife Blog) und zusammen mit dem frisch gefangenen Fisch vom Grill sind alle mehr wie satt geworden!

Vernünftig, Schiff mit Grill :) Petri Heil! Unterwegs im Kajak

Es war ein genialer Trip, den wir gerne weiterempfehlen: http://www.fiordlandexpeditions.co.nz

Fahrt im Morgengrauen

Jibber @ 04:26
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Manapouri – Circle Track

Beitrag vom 04.03.2014

Bereits einen Tag vor unserer Overnight-Cruise auf dem Doubtful Sound waren wir in Manapouri. Genug Zeit für eine  kleine Wanderung und die Wäsche war auch wieder mal fällig. Aber keine Angst, es gibt keinen Blog über frisch gewaschene Socken. ;)

Beim Hafen kann man ein Taxi Boot auf die andere Flussseite nehmen, wo es eine 3-stündige Rundwanderung gibt. Der Wald ist einfach wunderschön, mit dem ganzen Farn und Moos wirkt er fast ein bisschen verzaubert, wenn die Sonnenstrahlen durchs Geäst scheinen.

Safety first im Taxi Boot, auch über den Minifluss gehts nicht ohne Schwimmweste! Wandern im Wald Farn soweit das Auge reicht... Nice shot!

Der Aufstieg hat es noch in sich, aber die tolle Aussicht entschädigt!

Gipfelstürmer Nette Aussicht nach dem schweisstreibenden Aufstieg

Auf dem Rückweg kommt man an einem weissen Strand vorbei, wo man sich am liebsten hinlegen würde. Die bissigen Sandflies vermiesen einem jedoch diesen Spass.

Sandflies lauern in der Idylle weisser Strand

Jibber @ 05:12
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Wildlife

Beitrag vom 02.03.2014

Wir hatten schon richtig tolle Begegnungen mit Tieren, die es bei uns nicht in freier Wildbahn zu sehen gibt. Die Delfine und einen Albatross haben wir mit der Kamera leider nicht erwischt. Die anderen waren nicht so schnell und nicht minder interessant zu beobachten. Besonders witzig war der kleine schwarze Vogel, der minutenlang um Sonja rumgehüpft ist und sie schlussendlich in den Schuh gepickt hat.

Seehund Seehunde am Chillen Pinguine in der Cains Bay Yellow-eyed Pinguin

Angry Bird ;) Crayfish (Languste) Don't feed the Kea!

Dann gibt es neben den Kühen, die wir schon mehrfach vorgestellt haben, noch ca. 60 Millionen Schafe. Die sind als Steak ganz lecker, kommen aber nicht an den neuseeländischen Hummer ran, der ebenfalls verspiesen wurde.

Heaps of sheeps! Abendessen

Jibber @ 06:54
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Poolburn Reservoir

Beitrag vom 25.02.2014

Einen weiteren Herr der Ringe Drehort haben wir beim Poolburn Reservoir besucht. Hier wurde die Szene gedreht, wo ein Dorf in Rohan von Orks überfallen wird, die Bewohner flüchten und eine Mutter ihre zwei Kinder auf einem Pferd losschickt. Schon bei der Anfahrt über 10km Schotterpiste in Richtung Poolburn Dam kommt einem die Landschaft bekannt vor und man wundert sich, ob gleich ein paar Orks hinter dem nächsten Felsen hervor springen. Am See gib es einige Hütten, wo die Einheimischen wohl gerne das Wochenende verbringen, kein Wunder bei der schönen Gegend! Wenn wir nicht bereits am Morgen dort gewesen wären, hätten wir gerne die Nacht dort verbracht.

Haha, diesmal sind wir stärker ;) Hinter welchem Stein lauern die Orks? Poolburn Reservoir Schmalbrüstiger Ork und so bleich...

Mit Toyota-Power über Stock und Stein… das gute Stück ist bereits mehr wie 480’000 Kilometer gelaufen!

"Yosi" auf der Holperpiste

Jibber @ 09:28
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Mount Cook

Beitrag vom 24.02.2014

Der Mount Cook ist mit 3754m der höchste Berg Neuseelands und damit natürlich ein Touristen-Magnet. Keine Angst, wir sind nicht auf den Gipfel gestiegen ;) Der Hooker Valley Track bringt einem zum Fusse des Aoraki, wie der Berg von den Eingeborenen genannt wird. Die Wanderung hin und zurück dauert ca. 3 Stunden. Zum Start der Mittagshitze waren wir glücklicherweise bereits wieder zurück beim Camper. Der einfache White Horse Hill Campground hat nur Toiletten und sonst keine Infrastruktur und ist trotzdem gut belegt.

Aussicht vom Hooker Valley Track Kaiserwetter Mount Cook Wetten zum Baden wurden keine angenommen... Blick zurück ins Tal

Die Wanderung ist wirklich sehr schön und auch die Gletscher sind ziemlich cool. Allerdings wissen wir Schweizer ja doch eher, wie so ein Berg aussieht, von daher war es jetzt auch nicht sooo beeindruckend.

Und noch zwei Schnappschüsse vom Lake Pukaki, in dem sich die Landschaft so toll gespiegelt hat.

Lake Pukaki Und tschüss!

Jibber @ 09:59
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Mt. Sunday aka “Edoras”

Beitrag vom 22.02.2014

Im Vorfeld war ich unsicher, ob man nur mit einer geführten Tour zum Mount Sunday kommt und ob der Ort überhaupt einfach zu finden ist. Meine Bedenken waren unbegründet. Von Hakatere fährt man in Richtung Lake Clearwater. Ab Hakatere sind es ca. 20km Schotterpiste, wobei man die Geschwindigkeit zwischen “genug Speed für die Wellblech-Piste” und “den Schlaglöchern und Steinen ausweichen können” einpendeln muss ;) Ein Stein ist zwei jungen Deutschen in ihrem alten Mercedes zum Verhängnis geworden, wobei ich beim Anblick der Ölspur auf dem Rückweg zu Sonja gesagt habe, dass wir wohl noch jemanden mit Pannenblinker antreffen werden. Meine Prognose auf dem kleinen Parkplatz, dass ein so alter Mercedes etwas für die Ewigkeit sei, war damit auch zu nichte. Die Bodenfreiheit vom Toyota Hiace ist wie von unserem Ragetli gewohnt ganz praktisch.

Mt. Sunday aka Edoras Mt. Sunday aka Edoras

Nun aber zum Mount Sunday aka Edoras, ein Ort, den wohl alle Herr der Ringe Fans kennen. Man sieht den Hügel von weit her. Vom Parkplatz zum Gipfel sind es laut Tafel etwa 45min zu Fuss. Die Aussicht über das flache Tal mit den Bergen im Hintergrund ist einfach genial. Auch wenn die Anfahrt etwas beschwerlich ist, entschädigt die Landschaft für das Geholpere. Ausser 2-3 anderen Autos hatten wir diesen schönen Ort abseits der Touristenströme fast für uns alleine.

Éowyn ähhhm Sonja Aussicht mit Freudensprung Stürmisch

Auf dem Rückweg habe ich bei Lake Clearwater noch eine kurze Kitesession eingelegt, wobei ich mit dem 10er schwer am Limit war. Meinem Traum, auf einem Bergsee zu kiten, kommt dieses Erlebnis jedoch ziemlich nahe. :cool:

Kiten auf dem Lake Clearwater Voll angeblasen mit dem 10er!

Jibber @ 08:14
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Kitespot mit Überraschungen

Beitrag vom 21.02.2014

Den ersten Kitetag wollten wir am Lake Ellesmere mitnehmen, also haben wir uns auf die Suche nach dem Spot gemacht. Irgendwie gab es keine Strasse zum Wasser, die Landzunge sah auf Google Maps jedoch aus, als müsste es die Richtige sein. So haben wir am Strassenrand geparkt, uns in die Neo’s geschmissen und den ganzen Kitekrempel gebuckelt. Mit Sack und Pack sind wir über den Zaun gestiegen und wollten den ca. 500m langen Weg zum Wasser auf uns nehmen. Ein weiterer Zaun in Richtung Wasser trennte uns von einer Kuhweide. Alles war gut.

Nach etwa zwei Dritteln stellten wir dann fest, dass der Zaun, der uns von der vermeintlichen Kuhherde trennte, gar nicht durchgehend war. Wir machten uns jedoch erst keine weiteren Gedanken, da die Kühe auf der Wanderung am Tag zuvor sehr scheu waren. Diese ca. 10 Tiere grosse Herde kam dann jedoch prompt und total neugierig angetrabt. Wir, mit Neopren, Trapez und Gepäck, versuchten die Rinder, die uns aus nächster Distanz mit grossen Augen anglotzten, durch schwingen der Kiteboards etc. auf Distanz zu halten. Diese liessen sich aber nicht weiter beindrucken und machten höchstens mal drei Schritte zurück, um dann gleich wieder vier nach Vorne zu machen. Da ist dann unser Puls doch merklich angestiegen und wir traten die Flucht rückwärts in ein Dornengebüsch an, wo wir wenigstens nicht von allen Seiten von den Rindern umstellt werden konnten. So standen wir da auf der Weide. Sonja diagnostizierte bei den Rindern ein männliches Geschlecht, was zwar bis heute umstritten ist, die Stimmung in dem Moment aber nicht wirklich verbesserte, zumal sie bei einem der Tiere auch noch ein Scharren mit dem Vorderhuf ausmachte. Was nun?

Die nächste Fluchmöglichkeit war ein gar nicht so weit entfernter Zaun in unserem Rücken, der jedoch ziemlich hoch und oben mit Stacheldraht bestückt war. Während Sonja zur Ablenkung der Tiere tapfer stehen bliebt, baute ich aus einem herumliegenden Pfahl eine Fluchtrampe über den Zaun. So flüchteten wir dann in die Freiheit.

Entkommen...

Im Nachinein ist es schwer einzuschätzen, ob die Rinder angriffig oder wirklich nur neugierig waren.

Die anschliessende Kitesession ist nicht der Rede wert. Es war ziemlich böhig und nur knöchel- bis knietief. Bei der abendlichen Internetrecherche hat sich dann auch noch rausgestellt, dass wir zu weit südlich waren. Der richtige Spot ist ohne Adrenalin und gemütlich mit dem Auto erreichbar…

Sonja am cruisen Lake Ellesmere

Jibber @ 07:23
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