Reisebericht: Porto Pollo (Sardinien)

Beitrag vom 25.05.2008

Vom 02. – 11. Mai waren wir mit unserem Ragetli unterwegs. Relativ kurzfristig entschieden wir uns für Sardinien. Wir fuhren nach Porto Pollo zum Kitesufen, also keine Insel-Entdeckungs-Tour. Nachfolgend finden sich ein paar Eindrücke, Fotos und Fakten zu unserer Reise.

Anreise:
Unsere Route führte uns via Gotthard-Tunnel, Chiasso, Mailand, Parma, La Spezia nach Livorno. Auf der italienischen Autobahnstrecke lässt man dann ca. 30 Euro Maut liegen. Den Hafen in Livorno haben sogar wir ohne Navi auf Anhieb gefunden und das heisst etwas. Bei gemütlicher Fahrweise und ausreichend Pausen waren wir von Zürich 8 Stunden unterwegs, mit PW ist die Strecke sicher auch in 6 Stunden zu schaffen. Falls man bei der Ankunft etwas schönes essen möchte, sollte man dies vorher tun. Am Hafen gibt es nur Tiefkühlpizza! Zur Geisterstunde ging die Fahrt mit der Moby Fähre los. Die Preise der Fähre sind übrigens absolut intransparent, das kapiert kein Mensch. Wir haben im Voraus übers Internet gebucht. In einer Innenkabine (ich nenne diese “Sarg”) ging die Nacht auch recht schnell rum und wir ankerten um 06.00h am nächsten Morgen in Olbia. Von dort ist man in ca. einer Stunde in Porto Pollo.

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Wir würden auf jeden Fall wieder über Nacht fahren, alles andere ist zu anstrengend und 6-8 Stunden auf der Fähre können tagsüber verdammt lang werden.

Spot:
Der Kitespot befindet sich in der linken Bucht, welche mit den Windsurfern geteilt wird. Die rechte Seite ist ausschliesslich für die Windsurfer vorgesehen. Der Spot ist eigentlich für alle Windrichtungen geeignet. Je nachdem hat man schönes Flachwasser oder auch mal beachtliche Kabbelwellen. Über die Trampelpfade gelangt man durch die Sanddünen an den Sandstrand. Der Strand ist bis auf ein bisschen Schilf und Holz sehr sauber, es hat keine Muscheln und sonstiges Getier. Das türkisfarbene Wasser fällt sehr schnell ab, so dass man nach wenigen Metern nicht mehr stehen kann. Nichts desto trotz ist man eigentlich sicher, da man immer irgendwo in der Bucht strandet, wenn man keine Höhe laufen kann.

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Die Windausbeute war ok: wir hatten 3 super Tage und an 2 weiteren waren mindestens ein paar Schläge drin. Vom 5er Pulse (Sonja) bis zum 15er Speed 2 (Christoph) sind wir alle Schirme gefahren, obwohl der 7er und 10er Pulse am meisten im Einsatz waren. Teilweise wurde es schon recht voll auf dem Wasser, weshalb wir auch gerne schon vor dem Mittag aufs Wasser sind. Wir wollen aber gar nicht wissen, was dort im Sommer abgeht :-o

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Camping:
Der Camping Isola dei Gabbiani liegt direkt auf der Halbinsel am Spot. Der Platz ist besser wie auf vielen Internetseiten beschrieben. Wir konnten unseren Stellplatz frei auswählen. Es hatte sogar für die Männer richtige Toiletten, die eigentlich auch anständig gereinigt wurden. Es gibt ein Restaurant und einen kleinen Supermarkt auf dem Platz, in dem man das wichtigste kriegt. Ansonsten muss man nach Palau fahren, wo es auch einiges günstiger ist. Für den Platz haben wir 20 Euro pro Tag bezahlt.

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Essen & Trinken:
Wie von den Italiernern gewohnt, geht alles sehr relaxt zu und her. Wir haben uns den Bauch mit lecker Pizza & Pasta vollgehauen und den guten italienischen Cappuccino genossen. Als Souvenir bieten sich die unterschiedlichsten Köstlichkeiten an: vom einheimischen Myrte-Schnaps über Olivenöl bis zur sardinischen Wurst.

Nightlife:
Mindestens in der Nebensaison ist in diesem Kuhkaff nichts los. Da zur gleichen Zeit unsere “dütschen” Kollegen unten waren, trafen wir uns am Abend zum Grillen und gemeinsamen Siedler spielen. Zu diesem Anlass wurden jeweils die asozialen Bruscette kredenzt, die zu 50% aus Zwiebeln, 20% Knoblauch und 30% Tomaten bestanden. An dieser Stelle herzlichen Dank für die Gastfreundschaft :-)

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Fazit:
Die Insel hat bleibenden Eindruck hinterlassen und wir kommen gerne wieder. Wetter und Wind haben mitgepielt so dass wir im T-Shirt rumlaufen konnten und auch der Spass auf dem Wasser kam nicht zu kurz. Die Hochsaison werden wir aber auf jeden Fall meiden, da man sich dann am Strand wahrscheinlich kaum bewegen kann. Das Preisniveau verdreifacht sich dann auch schnell. Die Ferien sind mit Sprit & Fähre auch so nicht ganz günstig.


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