Regenzeit

Beitrag vom 04.05.2010

Genau, ich wollte noch etwas zum “Camping Valencia El Saler” schreiben, ein Bild haben wir nämlich nicht gemacht, ich war nicht sicher, ob unsere Kamera das verkraftet hätte, wir wurden ja selbst fast blind. Der Camping hat ca. 6 Plätze für normale Besucher, der ganze Rest ist von Dauercampern belegt, die sich z.T. ganze Container auf den Platz gestellt haben, keine Ahnung wie sie diese überhaupt da reingekriegt haben. Bei diesen 6 Plätzen hat man allerdings keine Wahlmöglichkeit, sondern wird eingepfercht äh eingewiesen. Ein Platz ist vielleicht so gross wie zwei VW Busse, wenn man da mit dem Wohnmobil ankommt, kann man schauen wo man seinen Tisch hinstellt. Der Boden besteht aus Dreck und ein wenig Kies, es kommt gewaltige Hinterhof-Atmosphäre auf. Die Sanitären könnten zwar schlimmer sein, aber Warmwasser gibt es nur in der Dusche, wenn man denn in der richtigen steht, was man ja erst merkt, wenn man ready-to-go ist… Prädikat “weniger empfehlenswert”, vorallem bei einem Preis von über 20€. In der Nacht haben dann auch noch sintflutartige Regenfälle eingesetzt, die Stimmung war mindestens bei mir auf dem bisherigen Tiefpunkt.

Am Montag Morgen, es ist übrigens mittlerweile der 3. Mai, checken wir rasch aus. Im Moment ist es sogar trocken oder es hat mindestens nur vereinzelte Regentropfen. Der Plan sieht vor mit dem Bus vor der Stadt zu parken und dann mit dem Roller in die City zu fahren, clever wie wir sind ;-) Wir schwingen uns also auf unsere Reisschüssel und kaum gehts los, setzen die sintflutartigen Regenfälle wieder ein und zwar vollgas!  Während der Fahrt merke ich, wie sich das Regenwasser von der Jacke den Weg meinem Leist entlang runter bahnt, wie wenn man in die Hosen machen würde, einfach kalt…  Angekommen beim Ciutat de les Arts i les Ciències, dem Wahrzeichen von Valencia aus dem 21. Jahrhundert, sind wir bis auf die Unterhosen durchnässt. Deshalb brechen wir, ohne überhaupt den Helm auszuziehen, nach einem kurzen Rundgang unsere Valencia-Besichtigung ab :-(

  

Frustriert laden wir den Roller wieder auf und ziehen uns trockene Kleider an. Wir greifen zum ADAC Campingführer und suchen nach einem Camping mit möglichst vielen Sternen und entscheiden uns für den Kiko Park in Oliva. Der Platz ist geprägt von deutschen Rentnern. Es regnet immer noch in Strömen. Um 16.00h geht die Sonne auf, mindestens symbolisch, denn dann öffnet der SPA Bereich (10€ p.P.). Nach diesem Tag gibt es nichts schöneres wie einen wohl temperierten Whirlpool, Dampfbad, Sauna… herrlich!

  

Am Dienstag regnet es nicht mehr (wie man sich freuen kann, wenn es nur bewölkt ist) und wir nutzen die Gelenheit, um all unsere nassen Sachen zu trocknen, da man erst um 15.00h auschecken muss. Sonja findet sogar noch ein Gspändli zum Spielen. Von ihren Eltern weiss ich wie es damals mit der Katze lief, ich falle nicht auf den Trick (“schusch muess er sterbe”) rein und der Hund bleibt da.

 

Später fahren wir über Denia nach Javea, wo wir kurz die im gotisch-isabellinischen Stil erreichtete Kirche besichtigen, die als Festung aufgebaut ist (nationales Denkmal). Von dort fahren wir durch die Villensiedlungen am Cap nach Calpe und quartieren uns auf dem “Camping Calpemar” ein. Morgen gehts auf den Penon d`Ifach, sofern uns das Wetter nicht im Stich lässt.

  

PS: Was ich im letzen Bericht vergessen habe: Es gibt einfach Ortschaften, die nicht unbedingt zu einem Besuch einladen, hmmm…

 

PPS: Trotz Regen haben wir 10 Grad mehr wie in Zürich, ätsch :-P


1 Kommentar for 'Regenzeit'

  1.  
    isa
    11.05.2010 | 14:10
     

    ui, bei dem süßen hund wär ich aber auch schwach geworden!!! :)

    schöne berichte! ganz viel spaß euch beiden und drücken die daumen für besseres wetter!
    (wir fahren ja bald nach norwegen, da wird es auch kaum besser sein ;)

    liebe grüße
    isa

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