Kitespot mit Überraschungen

Beitrag vom 21.02.2014

Den ersten Kitetag wollten wir am Lake Ellesmere mitnehmen, also haben wir uns auf die Suche nach dem Spot gemacht. Irgendwie gab es keine Strasse zum Wasser, die Landzunge sah auf Google Maps jedoch aus, als müsste es die Richtige sein. So haben wir am Strassenrand geparkt, uns in die Neo’s geschmissen und den ganzen Kitekrempel gebuckelt. Mit Sack und Pack sind wir über den Zaun gestiegen und wollten den ca. 500m langen Weg zum Wasser auf uns nehmen. Ein weiterer Zaun in Richtung Wasser trennte uns von einer Kuhweide. Alles war gut.

Nach etwa zwei Dritteln stellten wir dann fest, dass der Zaun, der uns von der vermeintlichen Kuhherde trennte, gar nicht durchgehend war. Wir machten uns jedoch erst keine weiteren Gedanken, da die Kühe auf der Wanderung am Tag zuvor sehr scheu waren. Diese ca. 10 Tiere grosse Herde kam dann jedoch prompt und total neugierig angetrabt. Wir, mit Neopren, Trapez und Gepäck, versuchten die Rinder, die uns aus nächster Distanz mit grossen Augen anglotzten, durch schwingen der Kiteboards etc. auf Distanz zu halten. Diese liessen sich aber nicht weiter beindrucken und machten höchstens mal drei Schritte zurück, um dann gleich wieder vier nach Vorne zu machen. Da ist dann unser Puls doch merklich angestiegen und wir traten die Flucht rückwärts in ein Dornengebüsch an, wo wir wenigstens nicht von allen Seiten von den Rindern umstellt werden konnten. So standen wir da auf der Weide. Sonja diagnostizierte bei den Rindern ein männliches Geschlecht, was zwar bis heute umstritten ist, die Stimmung in dem Moment aber nicht wirklich verbesserte, zumal sie bei einem der Tiere auch noch ein Scharren mit dem Vorderhuf ausmachte. Was nun?

Die nächste Fluchmöglichkeit war ein gar nicht so weit entfernter Zaun in unserem Rücken, der jedoch ziemlich hoch und oben mit Stacheldraht bestückt war. Während Sonja zur Ablenkung der Tiere tapfer stehen bliebt, baute ich aus einem herumliegenden Pfahl eine Fluchtrampe über den Zaun. So flüchteten wir dann in die Freiheit.

Entkommen...

Im Nachinein ist es schwer einzuschätzen, ob die Rinder angriffig oder wirklich nur neugierig waren.

Die anschliessende Kitesession ist nicht der Rede wert. Es war ziemlich böhig und nur knöchel- bis knietief. Bei der abendlichen Internetrecherche hat sich dann auch noch rausgestellt, dass wir zu weit südlich waren. Der richtige Spot ist ohne Adrenalin und gemütlich mit dem Auto erreichbar…

Sonja am cruisen Lake Ellesmere


4 Kommentare for 'Kitespot mit Überraschungen'

  1.  
    isa
    21.02.2014 | 09:52
     

    ich glaube ja, wenn es keinen weg und nur zäune gibt, kann das irgendwie nicht der richtige weg zu einem spot sein… ;) *okgenugklugscheiß*

  2.  
    21.02.2014 | 10:06
     

    Nie was von Secret-Spot gehört?! ;)

  3.  
    Reto
    21.02.2014 | 10:56
     

    Jaja die Städter. Noch nie eine Kuh gesehen und die Milch kommt aus der Migros ;)

    Wie fährt sich das neue Magma?
    Ciao, Reto

  4.  
    22.02.2014 | 04:35
     

    Ja haha ;) Das “CC” (Carbon Copy vom Magma) fährt sich bisher super, ist auch nicht zu hart geworden. Bin aber gespannt auf einen Direktvegleich…

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